22. 05. 2012
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Weitere vier Jahre Bundesförderung für Kölner ZKS
Das Zentrum für Klinische Studien an der Kölner Universitätsklinik ZKS wird weiterhin mit Bundesmitteln unterstützt. Dies gab die Klinikleitung am heutigen Montag in einer Presseerklärung bekannt. Die Kölner Einrichtung erhält über einen Zeitraum von vier Jahren Fördermittel in Höhe von insgesamt 4,4 Millionen Euro aus dem Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Damit erhöht sich die gesamte Fördersumme des im Jahr 2002 gegründeten und 2007 erweiterten Servicecenters für Forscherinnen und Forscher auf nunmehr 8,4 Millionen Euro. Das ZKS hat zudem die Aufgabe, an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik zu agieren und so den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in vermarktbare Produkte und Dienstleistungen zu forcieren. Auch in diesem Feld habe man erfolgreich agiert, hieß es dazu vonseiten der Klinikverantwortlichen.
Derzeit laufen an der Kölner Landesklinik rund 300 klinische Untersuchungen. Das reicht für einen vorderen Platz in der Rangliste der forschungsstärksten Einrichtungen in Deutschland. Das Spektrum reicht von Untersuchungen zur Vermeidung von Medikamenten-Nebenwirkungen bei Frühgeborenen und der Entwicklung neuer Therapieansätze in der Krebsbehandlung bis hin zur Prävention von Schizophrenie oder der Prüfung chirurgischer Verfahren. "Diese Studien mit zu entwickeln, zu unterstützen und die strengen Sicherheitsvorschriften zu gewährleisten, das sind die zentralen Aufgaben des Zentrums für Klinische Studien Köln", so Prof. Oliver Cornely, Leiter des Medizinischen Bereichs des ZKS Köln."In der Uniklinik Köln wurde ein risikobasiertes System zur Überwachung von eigenen wissenschaftsgetriebenen Studien eingeführt, das in Deutschland beispielhaft ist", ergänzte Dr. Ursula Paulus, Leiterin des Methodischen Bereichs.
Klinische Studien dienen vor allem der Grundlagenforschung. Die bereits entwickelten Wirkstoffe und Techniken benötigen die Bestätigung positiver Ergebnisse in der Praxis. Dafür müssen sie ein abgestuftes und sorgfältig überwachtes Verfahren durchlaufen, bevor sie zugelassen werden können. Dafür arbeiten im ZKS Köln rund 60 Mitarbeiter und so genannte Rotationsärzte. Sie garantieren mit der Verbindung von Methodik und Medizin innovative Studien auf höchstem Niveau, betonte die Klinikleitung. Das sahen offenbar auch die Experten eines vom BMBF beauftragten Gutachten so. Die hatten sich in ihrer Bewertung für eine Verlängerung der Bundesförderung ausgesprochen. Mit den Mitteln des BMBF wurden vom ZKS unter anderem Studienzentren in der Orthopädie und Unfallchirurgie, der Kinderklinik und der Klinik für Palliativmedizin gegründet. Auch in punkto Ausbildung ist die Bundesförderung gut investiert. Im Rahmen der bisherigen Förderung wurden bereits 900 Personen geschult, darunter mehr als 700 Ärzte. Neben dem laufenden Betrieb wollen die Verantwortlichen mit den Bundeszuschüssen weitere Studienzentren eröffnen, hieß es dazu abschließend.

























