22. 05. 2012
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Weltrekord in den Anden geht in die heiße Phase
Frank Hülsemann will den Höhenweltrekord. In Chile will der Kölner Sportwissenschaftler gemeinsam mit Markus de Marées und dem Bergsportler André Hauschke von der Küste aus mit dem Mountainbike auf das Dach der Welt radeln. Ziel der Extremtour ist der höchste Vulkan der Erde, der Ojos del Salado. Allerdings will das Trio nicht bis auf die Spitze des Vulkans fahren, dafür dürfte auch der Winkel zu steil sein. Aber mit einem geplanten Höhenniveau von über 6000 Metern wäre das trotzdem ein neuer Höhenrekord. Innerhalb von nur vier Tagen und auf einer Gesamtstrecke von rund 350 Kilometern wollen die drei ihr ehrgeiziges Ziel erreichen. Am 4. März werden die Extremsportler dann in den Norden Chiles fliegen, um sich vor Ort auf die speziellen Bedingungen vorzubereiten, wie die Deutsche Sporthochschule (DSHS) am heutigen Dienstag meldete.
Die Vorbereitungen laufen bereits seit Wochen auf vollen Touren. So stand im Dezember vergangenen Jahres bereits der erste Höhentrainingsblock auf dem Programm. Der aber wurde in der Höhensimulationskammer der Kölner Sporthochschule absolviert. Kurz vor dem Abflug nach Südamerika soll es Ende Februar dieses Jahres dann den zweiten Trainingsblock geben. Auch vor Ort werden die drei nicht sofort auf Höhenjagd gehen. Zunächst wollen sich die drei mit Testfahrten auf umliegende Vulkane für den Weltrekordversuch vorbereiten. Insgesamt vier Wochen soll die Akklimatisierung in dem südamerikanischen Land dauern, ehe dann der Rekordversuch in Angriff genommen wird. Die Strecke läuft von der Küstenstadt Copiado zunächst 320 Kilometer in Richtung Westen. Am härtesten werden wohl die letzten 30 Kilometer der Strecke. Hier geht es querfeldein bis in die Gipfelregion des knapp 6900 Meter hohen Vulkankegels.
Aber nicht nur Ruhm und Ehre und der Weltrekord stehen im Fokus der Teilnehmer. Während des Rekordversuches sollen physiologische und physikalische Messdaten der Probanden erhoben werden. Dazu kommen Blut- und Urinproben, die später im Kölner Institut analysiert werden sollen. Möglicherweise entdecken die Wissenschaftler dabei neben den bereits bekannten Folgen extremer Höhenbelastung weitere Auswirkungen auf den menschlichen Organismus, hieß es dazu abschließend.

























