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22. 05. 2012
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Zuversicht steigt an: Köln rutscht ins Mittelfeld


27.09.2010 12:16 von:

Schlagwörter: Köln,Universität,Hohenheim,Studie,Ranking,Zuversicht,Allianz,Befragung,Barometer

Die Zuversicht der Deutschen in die Zukunft ist nach einer aktuellen Universitätsstudie weiter angestiegen und liegt damit so hoch wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr. Dabei stellten die Forscher der Universität Hohenheim in ihrer Studie, die von der Allianz Deutschland AG in Auftrag gegeben wurde, bisweilen zweistellige Zuwächse bei der Zuversicht fest. Vor allem in Norddeutschland sowie in Hessen waren die Vorzeichen besonders positiv. Spitzenreiter unter den optimistischsten Städten sind weiterhin die südlichen Metropolen München und Stuttgart. Köln, im zweiten Quartal 2009 noch mit einer Zuversichtsquote von 28 Prozent auf einem guten dritten Rang in der Gesamtliste rutschte in diesem Jahr auf Rang sieben unter den Großstädten Deutschlands ab. Den dritten Platz teilen sich nun die beiden Landeshauptstädte Hannover und Düsseldorf mit jeweils 39 Prozent Zuversichtlichen. Beide waren im vergangenen Jahr mit jeweils 22 Prozent deutlich abgeschlagen. Köln ist hinter Frankfurt am Main, Nürnberg und Bremen in diesem Jahr nur noch Achter. Mit 28 Prozent Zuversichtlichen liegt die Hansestadt Hamburg auf dem letzten Rang. Vor allem in Stuttgart können die Forscher einen regelrechten Stimmungsumschwung feststellen. Lag die Schwabenmetropole mit 20 Prozent im vergangenen Jahr noch am Ende der Tabelle, rücken sie nun in die Spitzengruppe vor. Allerdings sind die Kölner deutlich optimistischer bei der Frage nach ihrer "persönlichen Zuversicht". Hier liegt der Wert bei 69 Prozent und damit auf einem guten zweiten Rang hinter Stuttgart, die mit 70 Prozent nur knapp darüber liegen. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 60 Prozent.

Insgesamt lag der Anteil der Befragten, die eigener Auskunft zufolge mit Zuversicht in die Zukunft schauen bundesweit bei 38 Prozent. Insgesamt hatten die Forscher der Uni 2918 Menschen zu ihrer persönlichen Einschätzung befragt. Dieser Wert bedeutete zugleich eine Verdopplung gegenüber der Umfrage aus dem Jahr 2009. Die Werte in der monatlichen Erhebung zeigten im Juli, August und September dieses Jahres gleiche Werte, wie die Forscher betonten. Besonders die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz hat sich deutlich reduziert, eine Folge des ungeahnt deutlichen Konjunkturaufschwungs. Demgegenüber sind die Zuversichtswerte zur Qualität von Schulen und Universitäten in Deutschland, zu den Sozialversicherungssystemen sowie zum Umwelt- und zum Klimaschutz stabil geblieben. Insgesamt ist die Zuversicht für die zukünftige Entwicklung Deutschlands im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozentpunkte auf 27 Prozent gewachsen. "Nach dem Anstieg im Sommer hat die Zuversicht, insbesondere für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt, im dritten Quartal rasant zugelegt, Tendenz weiter steigend", erklärte Prof. Dr. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim. "Nach Zuversichtswerten von 33 Prozent für die Wirtschaft im Juli und August dieses Jahres stieg dieser Wert im September weiter deutlich auf 44 Prozent an. Das ist der höchste Zuversichtswert seit drei Jahren. Da Wirtschaft auch aus Psychologie besteht, ist das Zuversichts-Hoch ein positives Signal für die Zukunft", so der Universitätsprofessor weiter.

Regionale Unterschiede

Am meisten Zuversicht für Deutschland zeigen die Menschen in Norddeutschland: In Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen antworten im dritten Quartal 2010 auf die Frage nach den Zukunftsperspektiven der Republik 37 Prozent optimistisch. Das ist gegenüber dem Jahr 2009 ein Plus von zehn Prozentpunkten. Den niedrigsten Zuversichtswert für Deutschland haben mit 21 Prozent die Neuen Bundesländer. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert stabil geblieben. "Die aktuellen Zuversichtsergebnisse für die Wirtschaft und für das persönliche Leben sind die besten Werte seit dem Start unserer Erhebungen zur Zuversicht in Deutschland im Herbst 2007. Größer war die Zuversicht der Menschen in Deutschland noch nie in den letzten drei Jahren" so Brettschneider abschließend. Die Allianz-Zuversichtsstudie wird gemeinsam vom größten deutschen Versicherungskonzern und der Universität in Hohenheim durchgeführt. In regelmäßigen Abständen werden 500 bis 1000 repräsentativ ausgesuchte Probanden zu ihrer Einstellung befragt. Im dritten Quartal dieses Jahres waren das 2918 Interviews insgesamt. Dazu untersucht die Studie regelmäßig die Zuversicht der Menschen im Lande für die jeweils kommenden zwölf Monate in insgesamt zwölf Lebensbereichen – sechs persönlichen und sechs übergreifenden, gesellschaftlichen Bereichen, teilten die Verantwortlichen abschließend mit.







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