22. 05. 2012
Seite drucken
Alternative Nobelpreisträger kommen nach Bonn
Seit inzwischen 30 Jahren wird einmal im Jahr eine Persönlichkeit mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Auch Menschen aus NRW haben bereits die begehrte Auszeichnung erhalten, zuletzt die Kölner Ärztin Monika Hauser. Anlässlich des runden Geburtstages wird im Herbst dieses Jahres die Jubiläumstagung in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Schon am heutigen Montag bekamen die Offiziellen einen ersten Vorgeschmack auf die bevorstehende Tagung der Stiftung "Right Livelihood Award". In Düsseldorf eröffnete der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet die Veranstaltung "Umwelt und Entwicklung – Die gemeinsame Zukunft gestalten". Hauptredner war Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen. Auch der kanadische Wissenschaftler Pat Mooney, Träger der hohen Auszeichnung, war bei der Eröffnung dabei.
"Das Engagement der Stiftung 'Right Livelihood Award' ist beispielhaft. Sie setzt sich dafür ein, Menschen weltweit dazu zu bewegen, selbst Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung zu übernehmen. Diesem Engagement gebührt Respekt und Anerkennung", so Laschet auf der heutigen Eröffnung der Vorkonferenz. Im Herbst sollen dann 80 Preisträger nach Bonn kommen, um dort über aktuelle Probleme und die globalen Herausforderungen zu diskutieren. Veranstalter sind die Stadt Bonn, die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und die Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse. Insgesamt wurden seit 1980 über 130 Menschen und Projekte aus 65 Ländern mit dem Preis ausgezeichnet. "Es sind Menschen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, und den Mut haben, mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement gegen den Strom zu schwimmen", so der CDU-Minister weiter. Lob gab es auch für die vielen Ehrenamtler, die nicht in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Die wichtigsten Themen der heutigen Kurzreferate drehten sich um Fragen von Klimaschutz, Biodiversität sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Geo-Engineering.
Der Neffe des Initiators, Ole von Uexküll, gab einen Überblick über die bevorstehende Veranstaltung Im September wird dann die Debatte um globale Nachhaltigkeit in Bonn weitergeführt werden. 1980 hatte sein Onkel Jakob von Uexküll den Alternativen Nobelpreis ins Leben gerufen. Pro Jahr werden vier Preise mit einer Gesamtdotierung von 200.000 Euro vergeben. Preisträger sind neben international tätigen Persönlichkeiten auch Organisationen mit internationalem Fokus. Sie sollen sich in ihrer Tätigkeit vorbildlich für Menschenrechte, Frieden, Völkerverständigung und Nachhaltigkeit eingesetzt haben.


























