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22. 05. 2012
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Amnesty International: Abel Barrera erhält Menschenrechtepreis


28.05.2011 19:29 von:

Schlagwörter: Berlin,Amnety International,2011,Menschenrechtepreis,Abel Barrera,Zentrum,Preisg

Am gestrigen Freitag hat die deutsche Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International den Mexikaner Abel Barrera mit dem sechsten Menschenrechtepreis ausgezeichnet. Auch Bundespräsident Christian Wulff war bei der Zeremonie zugegen. Der Preisträger ist zugleich Gründer des Menschenrechtszentrums Tlachinollan und damit einer der Kämpfer für die Durchsetzung der unveräußerlichen Menschenrechte in seinem Heimatland. Die Preisverleihung selbst fand im würdigen Rahmen des Berliner Hauses der Kulturen statt. Im Showprogramm der Verleihung traten unter anderem Françoiz Breut, Sophie Hunger, Michael Mittermeier, Alice Sara Ott und die Söhne Mannheims auf, Reinhold Beckmann moderierte.

"Abel Barrera und seine Mitarbeiter setzen sich mit Herz und Verstand für ein neues Mexiko ein, wo die Menschenrechte der Armen nicht länger straflos mit Füßen getreten werden", so der internationale Generalsekretär von AI, Salil Shetty in seiner Laudatio. Tatsächlich ist die Arbeit des Preisträger seit der Gründung des Zentrums im Jahr 1994 mit einem hohen persönlichen Risiko verbunden. Ziel seiner Initiative war und ist die Bewahrung der Recht indigener Mitmenschen im Bundesstaat Guerrero. Tlachinollan recherchiert Fälle von 'Verschwindenlassen' und von Übergriffen durch das Militär. Mehrere Fälle von Vergewaltigung und Misshandlung durch Soldaten hat das Zentrum bis vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht. "Der Einsatz für die Menschenrechte und gegen Armut in Mexiko ist nicht nur schwierig und leidvoll, er ist lebensgefährlich. Ich widme den Preis all jenen Menschen, die ihr Leben für Gerechtigkeit und Menschenrechte in Guerrero gelassen haben", erklärte der Preisträger in seiner Dankesrede. Dafür gab es nicht nur die Anerkennung der Fachwelt sondern auch ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Mexiko ist dabei auch der Menschenrechtsorganisation selbst ein Begriff. Alleine seit Beginn dieses Jahres haben die Aktivisten in dem mittelamerikanischen Land 20 Eilaktion für bedrohte und verfolgte Menschen gestartet. Mit dem Menschenrechtspreis würdigt und unterstützt AI in Deutschland Persönlichkeiten und Organisationen, die sich unter oftmals schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen. Die "Stiftung Menschenrechte/Förderstiftung Amnesty International" stellt das Preisgeld bereit. Bisherige Preisträger waren unter anderem Monira Rahman aus Bangladesch (2006) und "Women of Zimbabwe Arise" aus Simbabwe (2008). Weitere Informationen zum Preisträger finden sie auch im Internet unter: www.amnesty.de.


<p<<b>Linktipp:

6. April 2011: 50 Jahre Amnesty International in Deutschland.







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