22. 05. 2012
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Arbeiten und Leben NRW wird 60
Selten zuvor hatten die Verantwortlichen in Nordrhein-Westfalen ähnlich häufig Anlass zu Feierstunden wie in diesem Jahr. Der Grund liegt in der 60 Wiederkehr der Staatsgründung der Bundesrepublik und damit auch der Bundesländer. Die Weiterbildungseinrichtung "Arbeit und Leben NRW" ist eine der ältesten Bildungsstätten überhaupt. Die Institution feierte am gestrigen Montag ebenfalls ihr 60-jähriges Jubiläum. Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann lobte die langjährige Arbeit der gemeinsamen Einrichtung von DGB und Volkshochschule. "Diese Einrichtung steht seit ihrer Gründung für die Weiterbildung zu Demokratie, Toleranz und gesellschaftlichem Engagement", erklärte der CDU-Politiker in seiner Festrede. Allerdings müsse man heute aufpassen, dass die Arbeitnehmerrechte nicht selbstverständlich seien, so der Minister weiter.
Dabei ist Weiterbildung, insbesondere in Sachen Mitbestimmung und gelebter Demokratie, ein wichtiges Anliegen nicht nur der Kooperationspartner. Auch von Laumann gab es dazu unterstützende Worte. "Demokratie muss aktiv gelebt werden. Dass heißt auch, dass Rechte eingeräumt werden müssen und dort, wo dies nicht der Fall ist, auch eingefordert werden", erklärte der NRW-Arbeitsminister weiter. Das sei gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine absolute Notwendigkeit, betonte Laumann. Angesichts der derzeitigen Wirtschaftskrise und ihrer Folgen sei es aber gerade heute immer schwieriger, sich als Arbeitnehmer den nötigen Freiraum für Weiterbildung zu erarbeiten. Für Zeitarbeiter und Beschäftigte mit befristetem Arbeitsvertrag ist es darüber hinaus häufig taktisch unklug, sich wegen des Anspruchs auf Weiterbildung mit dem Arbeitgeber zu streiten. Mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeit sei folglich auch das Ziel seiner Regierung, so Laumann abschließend.


























