22. 05. 2012
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Ausgezeichneter Einsatz gegen Rassismus
(ehu) Seit 2006 setzt die Initiative „Schüler gegen Rechts“ deutliche Zeichen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Dafür erhielt sie am Dienstag Abend im NS-Dokumentationszentrum den diesjährigen Bilz-Preis. „Sie sensibilisieren mit ihren Aktionen Schülerinnen und Schüler für diese Themen, und machen die Kölner Öffentlichkeit auf latent vorhandene Fremdenfeindlichkeit und rassistische Tendenzen aufmerksam“, heißt es in der Begründung. Damit leisteten sie einen „hervorragenden Beitrag für das gleichberechtigte und friedliche Zusammenleben von Menschen“.
Genau dafür steht dieser Preis, dotiert mit 5.000 Euro, verliehen von der Bilz-Stiftung. Sie wurde 1998 von Brigitte und Fritz Bilz gegründet. Mit dem Bilz-Preis werden lokale und regionale Initiativen auszeichnet, die sich gegen Rassismus, Fremdenhass und Sexismus einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Rom e.V., Jugendclub Courage, der Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V., der Kölner Flüchtlingsrat, der Lern- und Gedenkort Jawne und „Campus 15“ und im Vorjahr der „Arbeitskreis für das ausländische Kind e.V.“
"Rechtsradikale sind arme Würstchen, denen man helfen muss"
In seiner Rede forderte Fritz Bilz – nicht zuletzt angesicht der aktuellen Aufdeckung der Morde durch den „Nationalsozialistischen Untergrund“ – die Bundesregierung auf, die Mittel für den Kampf gegen Rechtsextremismus zurückzunehmen. Zugleich warnte er vor der Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus. Dem schloss sich auch Laudator Franz Meurer an. Als bestes Mittel gegen Rechtsextremismus nannte Kölns Armenpfarrer eine gute Nachbarschaft, die jeden Menschen ernst nimmt. „Rechtsradikale fühlen sich als kleine Würstchen“, sagte er, „wir müssen solchen Menschen den Weg aus der Isolation weisen.“
„Schüler gegen Rechts“ ist eine Initiative der Kölner Bezirksschülervertretung. Anlass für ihre Gründung war 2006 das Verteilen von Zeitungen der „Bürgerbewegung pro Köln“ sowie der starke Anteil von Erstwählerstimmen für diese rechtspopulistische Partei bei den folgenden Kommunalwahlen. Seitdem wurde unter anderem eine Fotoleinwand publiziert, auf der über 3000 Kölner Schülerinnen und Schüler ihr „Gesicht gegen Rechts“ zeigten. Es werden regelmäßige Workshops und Veranstaltungen zu Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit angeboten. Im nächsten März soll es wieder einen „Tag gegen Rechts“ für Kölner Schulen geben.


























