22. 05. 2012
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Axel Block gewinnt deutschen Kamerapreis
Mit seiner "unverwechselbaren Bildsprache" hat sich der Kameramann Axel Block längst einen Namen unter den großen Filmschaffenden dieses Landes gemacht. In zahlreichen Produktionen hat der inzwischen 63-jährige Block mit Regisseuren wie Heinrich Breloer, Dorris Dörrie oder Margarethe von Trotta zusammengearbeitet. Nun wird der Film- und Fernsehschaffende für seine Verdienste mit dem Deutschen Kamerapreis 2011 ausgezeichnet. Er wird den Preis für sein Lebenswerk erhalten, wie der Westdeutsche Rundfunk WDR in der vergangenen Woche bekannt gab.
Block zeichnete als bildgestaltender Kameramann für über 100 Kino- und Fernsehfilme verantwortlich, seit 1997 leitet Axel Block zudem den Bereich "Angewandte Bildästhetik" an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Dabei ist ihm Routine fremd - "seinen 'eigenen Stil' zu haben, bedeutet immer das Gleiche zu machen", sagte er einmal in einem Interview und meinte damit, dass jeder Film eine eigene Ästhetik fordert. "Für Axel Block zählen vor allem die Geschichten, nicht die Person hinter der Kamera. Ästhetik und Narration gehen in dem filmischen Werk des bescheidenen Bildstrategen stets eine fließende Symbiose ein. Seine Kameraarbeit stets unprätentiös in den Dienst der Dramaturgie zu stellen und jeder Geschichte eine unverwechselbare Bildsprache zu verleihen, ist seine Philosophie. Anhaltende Neugier ist Blocks Geheimnis, um niemals stehen zu bleiben", begründete Christoph Augenstein, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Kamerapreis, die Entscheidung des Kuratoriums.
Zu Axel Blocks bekanntesten Filmen zählen "Der Passagier - Welcome to Germany" (1988) unter der Regie des Dramatikers Thomas Brasch; "American Beauty, Ltd." (1989), eine Hommage an Arbeiterehepaare in Detroit, bei der sich fiktionale und dokumentarische Elemente kunstvoll vermischen; "Der achte Tag" (1990), ein Thriller um Gen-Manipulationen eines großen Pharmakonzerns; der unter der Regie von Berhard Sinkel entstandene Film "Der Kinoerzähler" (1993) mit Armin Mueller-Stahl in der Hauptrolle; die norwegische Produktion "The Sunset Boys" (1995) mit Hollywood-Legende Robert Mitchum oder zuletzt der Thriller "Takiye - Spur des Terrors" (2010). Neben seiner Lehrtätigkeit an der HFF München war Block Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, an der Fachhochschule Dortmund und an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Die Preisverleihung selbst findet am 18. Juni dieses Jahres in Köln statt. Sie findet in diesem Jahr im Rahmen des 23. Medienforums NRW in der Ehrenfelder Vulkanhalle statt.


























