22. 05. 2012
Seite drucken
Bürgermeisterin erhält Würdigung der Kölner Friedhofsgärtner
Kölns erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes ist am vergangenen Mittwoch die Auszeichnung "Ginko 2011†überreicht worden. Damit drückten die Kölner Friedhofsgärtner ihre Anerkennung für die besonderen Verdienste der Preisträgerin um die Kölner Friedhofskultur aus, wie die Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner eG am heutigen Freitag meldete. Die SPD-Politikerin habe sich nachhaltig für eine lebendige, städtische Friedhofskultur eingesetzt, lobten die Stifter des Preises. Überreicht wurde die Urkunde von Laudator Wolfgang Oelsner, ein stadtbekannter Friedhofsexperte und Kinderpsychologe.
Der zählte in seiner Rede eine ganze Reihe von unterschiedlichen Initiativen auf, die ohne die Unterstützung der Politik nicht zustande gekommen wäre. Beispiele sind die Abschaffung der Turbogräber und die damit zusammenhängende Einführung Sozialbestattungen mit Namensnennung des Toten. Aber auch der zusätzliche Taxistand am Melatenfriedhof oder die stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse von Schwerbehinderten und Senioren waren maßgeblicher Verdienst der Preisträgerin. Scho-Antwerpes unterstützt die Anliegen der Friedhofsgärtner zudem seit 20 Jahre als Mitglied im Friedhofsbeirat des Fachverbandes Kölner Friedhofsgärtner. "Die Tendenz zum Verfall unserer Begräbniskultur, zur Anonymisierung und zur Billigst- das heißt "Würdelos"-Variante von Bestattungen aufzuhalten, ist Verdienst der Dame, die heute mit dem Ginko-Preis geehrt wird", lobte Oelsner.
Auf ihrem Empfang lauschten die Anwesenden zuvor einem Vortrag des aus Funk und Fernsehen bekannten Frankfurter Kapuzinermönch Bruder Paulus Terwitte. Der sprach über die nicht immer einfache Aufgabe, Werte zu bewahren und Erinnerungen zu pflegen. Zwar tragen grundsätzlich alle die gleichen Werte in sich, doch häufig werden sie von den Menschen nicht entdeckt oder sie hören nicht auf sie. Nur wenn man diese Werte auch wahrnehme, könnten sie als "Leitplanke einer moralischen Lebensführung dienen", wie der Kirchenmann betonte. In Köln gibt es 64 Friedhöfe, 59 davon werden in kommunaler Regie betrieben, die restlichen fünf befinden sich in anderer Trägerschaft.


























