22. 05. 2012
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Bundeswettbewerb Aidsprävention 2010: Ein Gewinner kommt aus Köln
Am vergangenen Freitagabend sind im Beisein von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler die Preise des diesjährigen Bundeswettbewerbs Aidsprävention verliehen worden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Verband der Privaten Krankenversicherungen vergaben die Verantwortlichen an sechs der acht Preisträger Urkunden und das Preisgeld in Höhe von 7500 Euro. Die Mittel sollen der Fortführung der bisherigen Arbeit zufließen. Zugleich sprach die Jury zwei weiteren Projekten eine Anerkennung und ein Preisgeld in Höhe von 2500 zu. Einer der Gewinnerbeiträge kam in diesem Jahr aus der Domstadt. Das Präventionsprojekt "Have a LOOK(S)!†des Kölner Trägervereins Looks e.V. kümmert sich um das Schicksal männlicher Prostituierter. In der Zielgruppe gibt es überdies einen hohen Anteil von Menschen mit Zuwanderungshintergrund, die häufig genug nur geringe oder gar keine Kenntnisse von Schriftsprache haben. Der Verein entwickelte Videos in mehreren Sprachen, die sich auch leicht über Handy verschicken lassen. So soll die Zielgruppe besser als bislang möglich erreicht werden. Ein durchaus förderungswürdiger Ansatz, meinte auch die Wettbewerbsjury, ein Gremium anerkannter Präventionsexperten, wie die Organisatoren betonten.
Der Wettbewerb wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit ausgerichtet und vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V. unterstützt. Das Preisgeld beträgt insgesamt 50.000 Euro. Insgesamt hatten sich 60 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet für den Preis beworben. Der Bundeswettbewerb ist Teil der seit 25 Jahren entwickelten Präventionskampagne gegen die weiterhin tödlich verlaufende Immunschwäche-Krankheit. Die Ziele der Kampagne werden dabei auch von höchster politischer Stelle unterstützt. "Dieses niedrige Infektionsniveau zu halten und langfristig zu senken, ist unser gemeinsames Ziel. Hierfür benötigen wir in der Präventionsarbeit immer wieder neue Ideen und Ansätze, wie Menschen mit Risikoverhalten erreicht werden können", erklärte Bundesgesundheitsminister Rösler während der Festveranstaltung.
Weitere Informationen zu den einzelnen Preisträgern und nominierten Projekten finden sie auch im Internet unter: www.wettbewerb-aids.de.


























