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22. 05. 2012
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Designpreise 2009 in Köln verliehen


23.10.2009 12:41 von:

Schlagwörter: Köln,Designpreis,2009,Kölner,KISD,KHM,RFH,International,Erlhoff

"Alles ist gestaltet", mit diesen Worten leitete Prof. Dr. Michael Erlhoff von der Kölner International School of Design die heutige Vorstellung der Preisträger der diesjährigen Kölner Design Preise ein. In der Tat begegnen wir im täglichen Leben immer wieder den wie selbstverständlich erscheinenden Ergebnisse aufwändiger Designarbeiten, ob im Auto, im Büro oder während der Freizeit. Kaum ein Bereich findet derart vielfältige Betätigungsfelder wie das Design. Und Köln gilt nicht alleine wegen der KISD als "Designmetropole" in Deutschland. Der mit insgesamt 28.000 US-Dollar dotierte Kölner Designpreis sowie der ebenfalls heute verliehene Kölner Design Preis International, der von der Kölner Brauerei Früh Hofbräu KG gesponsert wird, tragen sicher einen nicht unerheblichen Teil zum Renomee des Kreativstandorts bei, wie Erlhoff bemerkte. Dem wollte sich auch der Leiter des Kölner Kulturamtes, Dr. Konrad Schmitt-Werthern, gerne anschließen. "Man kennt den Preis, aber nicht den Wert. Der Kölner Designpreis hat einen Wert weit über das Preisgeld hinaus", zitierte der Amtsleiter den englischen Literaten Oscar Wilde. Er lobte den Rahmen, den der Wettbewerb und die dabei geehrten Besten für die Studierenden und ihre Abschlussarbeiten bieten. Auf der zweiten Etage des Museums für Angewandte Kunst zeigen die Studierenden mit jeweils eigenen Präsentationen die Ergebnisse ihres studentischen Schaffens.

Den ersten Preis beim Kölner Designpreis und damit ein Preisgeld in Höhe von 10.000 US-Dollar erhielt die Absolventin Bettina Huber für die Gestaltung eines medizinischen Gerätes zur Diagnose und Behandlung von Brustkrebs. Die 29-jährige Designerin aus Bonn will damit "ausgehend von der Angst vor solchen Geräten" einen kleinen Beitrag zur sensibleren Gestaltung solcher Geräte geben. Das Preisgeld will die Absolventin der KISD unter anderem auch in weitere Projekte investieren. Für Designprofessor Erlhoff ein gelungenes Beispiel "in einem komplexeren Kontex". Den Zweiten Preis – ebenfalls dotiert mit 10.000 US-Dollar, teilen sich die beiden Absolventen der Kunsthochschule für Medien, Patrick Doberenz und Philipp Enders. Ihr Filmbeitrag "man stirbt" verbindet ein laborähnliches Setting mit den dokumentarischen Grenzräumen beim Prozess des Sterbens. Dritte Preisträgerin ist die KISD-Absolventin Bianca Bender mit ihrer Abschlussarbeit "Statussymbole". Dabei vergleicht sie die Symbole in den Gesellschaften von Deutschland und Brasilien. Neben den Preisträgern sprach die fünfköpfige Fachjury noch drei weiteren Absolventen Belobigungen mit einem Preisgeld von jeweils 1000 Euro aus.

Der internationale Kölner Design Preis wird ebenfalls an drei Preisträger vergeben. Den ersten Preis – dotiert mit 9000 US-Dollar – gewinnt in diesem Jahr der US-Amerikaner Douglas Segulja von der Parsons New School of Design, New York. Mit seiner Arbeit zum Thema Synergie anhand eines Projekts "Polytechnic School & Transportation Center zeigt der Nachwuchsdesigner den Zusammenhang zwischen Gesellschaft, Architektur und Infrastruktur auf. Anhand verschiedener Perspektiven werden die Zusammenhänge verdeutlicht, die das städtische Leben in einem Teil der US-amerikanischen Megacity prägen. Den zweiten Preis mit jeweils 3000 US-Dollar Preisgeld teilen sich die japanische Designerin Shizuka Tanaka von der MAU in Tokyo und der Südkoreaner Wu Chun-Ju von der Shih Chien University in Taipeh/Taiwan).

Der Kölner Designpreis wird gestiftet von der Prof. Dr. Winkler-Stiftung. Das Stiftungskapital beträgt eine Million Euro, die Preisgelder werden aus den jährlich anfallenden Zinsen finanziert. Das bereitet den Auslobern zugleich ein wenig Sorge. Im Zuge der Wirtschaftskrise fiel das Preisgeld in diesem Jahr deutlich geringer aus. Im Vorjahr erhielten die Sieger des Wettbewerbs, an dem neben der KISD und der KHM auch die Rheinische Fachhochschule (RFH) und die Ecosign beteiligt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und den prämierten Arbeiten finden Sie im Internet unter: www.koelnerdesignpreis.de.







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