22. 05. 2012
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Die Liebe zur Stadt geht durch den Magen
(is) "Dies ist die dritte Preisverleihung und damit schon ein Traditionspreis", mit diesen Worten führte Christian Kerner, der Geschäftsführende Vorstand des Wirtschaftsclubs Köln e.V. am Dienstagabend im Domhotel in die Verleihung des Kölner Unternehmerpreises ein. Der Wirtschaftsclub hatte zum dritten Mal in Folge den Preis für Unternehmen aus Köln ausgeschrieben, die sich durch ihre Verbundenheit mit dem Standort, soziales Engagement, zukunftsfähigen Dienstleistungen und Produkten, verantwortungsbewusstem Umgang mit den Ressourcen und nachhaltiges Wirtschaften auszeichnen.
Gegen sieben Finalisten, die die Jury aus 19 Bewerbern auswählte, setzte sich der Kölner Wurstwarenhersteller GS Schmitz GmbH & Co. KG durch und erhielt von Oberbürgermeister Roters eine goldene Plakette als Auszeichnung. Die ebenfalls in die engere Wahl gekommenen Zweit- und Drittplatzierten, die Kölner Firmen subreport Verlag Schawe GmbH und INSIGMA IT Engineering GmbH, erhielten je eine Silber- und eine Goldmedaille. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, denn die Qualität der Bewerbungen ist deutlich gestiegen", verwies Kerner auf die knappe Entscheidung, da alle Finalisten gleichermaßen die Kriterien erfüllten. "Aber nur einer kann gewinnen", sagte auch Roters und lobte die ganz besondere Unternehmenskultur der ausgewählten Firmen. "Wir brauchen Unternehmen, die zeigen, dass wir große positive Seiten und Potenziale haben und das ist bei den Preisträgern der Fall", spielte der Oberbürgermeister auf die Imageeinbußen an, die die Stadt Köln in der Vergangenheit hatte hinnehmen müssen.
"Wenn man von außen schaut, könnte man meinen, Köln sei ein Dorf" fand Dirk Heisterkamp, Marketingleiter der Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG, die im vergangenen Jahr den Unternehmerpreis des Wirtschaftsclub gewonnen hatte, eine Parallele zum diesjährigen Gewinner. Die Firma GS Schmitz habe ihren Unternehmenssitz nur wenige Häuser von der Brauerei entfernt in der Robert-Bosch-Straße. Und die Tatsache, dass eine Brauerei gut zu dem familiengeführten Kölner Wurstwarenhersteller mit einhundertjähriger Firmentradition passt, veranlasste Heisterkamp zu einem originellen Geschenk. Unter dem Titel "Das nennt man Kölner Vollpension" überreichte er an Geschäftsführerin Astrid Schmitz ein Bild, das neben einem Kölsch-Glas eine Blutwurst zeigt.
Marc E. Kurtenbach, der Vorsitzende des Wirtschaftsclubs, fand sogar zwischen den Gewinnern der vergangenen drei Jahre Entsprechungen: "Alle haben eins gemeinsam: Die Liebe zur Stadt geht durch den Magen". Damit verwies er auf die Gewinner des ersten Unternehmenspreises, die Firma Klosterfrau, die neben ihrem berühmten Melissengeist auch Nahrungsergänzungsprodukte wie Taxofit herstellt. Gleichzeitig äußerte er den persönlichen Wunsch, im nächsten Jahr zur Abwechslung mal ein modernes Kölner Kommunikationsunternehmen auszeichnen zu wollen. Der Abend endete auf der Terrasse des Domhotels, wo sich die Gäste aus Politik, Wirtschaft, städtischen Institutionen und Medien bei Häppchen und kühlen Getränken von Solotrompeter Lutz Kniep unterhalten ließen.


























