22. 05. 2012
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Ehrung für Kölner Biowissenschaftler
Der Kölner Altersforscher Dr. Björn Schumacher ist Sieger im diesjährigen Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Auszeichnung wird dem Nachwuchswissenschaftler am 2. November dieses Jahres in Düsseldorf verliehen. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart wird die Ehrung an diesem Tag vornehmen. Neben Schumacher erhält auch der Dortmunder Nachwuchsforscher Dr. Kai Philip Schmidt von der Technischen Universität den geteilten Innovationspreis. Beide erhalten dafür ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis in der Kategorie Innovation geht in diesem Jahr an Dr. Friedrich-Karl Bruder von der Bayer Material Science AG. Während Schmidt am Supercomputer der Zukunft forscht, hat Bruder eine Spezialfolie für Hologramme entwickelt.
Das Forschungsgebiet Schumacher ist die Biologie, und zwar die der Alterungsprozesse im menschlichen Körper. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums der Biologie in Konstanz mit dem Abschluss Diplom. Anschließend legte der Nachwuchsforscher einen ersten Auslandsaufenthalt hin. Am Department of Moleculaar Genetics and Microbiology absolvierte Schumacher zunächst ein Visiting Scholarship an der State University of New York. Im Jahr 2000 ging es dann nach mehrere Forschungsaufenthalten in den USA wieder zurück nach Deutschland. In den kommenden vier Jahren absolvierte der Biologe seine Promotion an der Ludwig-Maximilian-Universität in München, die er im Jahr 2004 abschloss. Die nächsten vier Jahre forschte Schumacher bei Prof. Jan Hoeijmakers in Rotterdam, eher er zu Beginn dieses Jahres als Projektleiter des Exzellenzclusters CECAD am Kölner Institut für Genetik anheuerte.
Schumachers Forschungsthese versucht dem genetischen Ursprung des Alterungsprozesses nahe zu kommen. Der Nachwuchsforscher entdeckte ein genetisches Überlebensprogramm, dass Zellen beim Altern gegen molekulare Schäden aktivieren kann. Bei geringfügigen Schädigungen des Erbguts, zum Beispiel durch Umwelteinflüsse, rufen die Zellen natürliche Reaktionsprogramme ab, die die Resistenz gegen schadhaften Stress erhöhen und so unter anderem der Bildung von Krebsgeschwüren entgegenwirken kann. Mit zunehmendem Lebensalter erhöht sich durch Mutationen des menschlichen Erbguts das Risiko einer Krebserkrankungen. Mit seinen Forschungen könnte es zukünftig neue Therapieansätze geben, die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers zu aktivieren. Neben Krebs haben nach Erkenntnissen der CECAD-Forscher auch andere altersbedingte Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems oder auch der Demenz ähnliche Ursachen.
Der Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Dabei werden herausragende Forschungsleistungen von jungen Nachwuchswissenschaftlern aber auch Nachwuchsmanagern öffentlich gewürdigt. Die Auszeichnung ist zudem bundesweit mit der zweithöchsten Dotierung ausgestattet, wie das zuständige Hochschulministerium abschließend erklärte.


























