22. 05. 2012
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Erster Kölner Opernpreis geht an Anja Harteros
Anja Harteros ist seit dem heutigen Samstag Trägerin des ersten Kölner Opernpreises. Oberbürgermeister Jürgen Roters und rund 100 weitere hochrangige Gäste gaben sich am heutigen Nachmittag die Ehre, um der international erfolgreichen Sopranistin bei ihrer Ehrung ihre Aufwartung zu machen. Die Preisverleihung sollte eigentlich schon Mitte April dieses Jahres stattfinden. Aber weil ein Vulkan in Island mit seiner Aschewolke den europäischen Flugverkehr lahm legte, musste die Zeremonie verschoben werden. Zwei Monate und zwei Tage später war es dann so weit. Harteros erhielt die Auszeichnung samt Preisgeld aus der Hand des Stifter Helmut Schmidt, Initiator des Kuratoriums Kölner Opernpreis. Die Trophäe selbst wurde zuvor in einem Studentenwettbewerb der International School of Design aus 25 Einreichungen ausgewählt. Sieger und damit Urheber der Skulptur ist der Student Paul Prangenberg. "Unsere Stadt braucht bei allen negativen Schlagzeilen gerade jetzt positive Nachrichten und Signale", erklärte Schmidt in seiner Ansprache. Die Verleihung selbst ist dabei Ausdruck einer engen gemeinsamen Zusammenarbeit von Hochschulen, Oper und der Stadt Köln, so Schmidt weiter.
"In wenigen glücklichen Fällen, wo künstlerische Fähigkeiten, Disziplin und Persönlichkeit zusammenkommen, winkt der Erfolg", beschrieb Kölns erster Bürger die erste Trägerin der Auszeichnung, die zukünftig alle zwei Jahre an national oder international renommierte Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich der klassischen Musik oder der Oper vergeben werden soll. Roters zeigte sich dabei besonders stolz, dass die Künstlerin mit deutschen und griechischen Wurzeln bis 1996 die Kölner Hochschule für Musik und Tanz besuchte und bei Prof. Lieselotte Hammes ihre Studien abschloss. Der internationale Durchbruch schaffte die Künstlerin im Jahr 1999, als sie im Sommer die Jury des Wettbewerbs "Cardiff Singers of the World" von ihrer Gesangeskunst überzeugte. "Als die wunderschöne Dame, die heute hier sitzt, damals auf der Bühne erschien, da blieb mir die Luft weg. Und erst recht, als sie zu singen begann mit einer Stimme, die Herz und Seele zu bewegen vermochte", erinnerte sich der Laudator, der ehemalige Intendant der Münchener Staatsoper, Sir Peter Jonas. Die junge Siegerin wurde vom Fleck weg engagiert. Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlerinnen entwickelte sich die junge Frau von Jahr zu Jahr weiter, lobte Jonas weiter. Inzwischen tritt Harteros an den renommiertesten Opernhäusern dieser Welt auf. Anfang dieses Jahres kam sie für einen Gastauftrott in Puccinis "La Boheme" an den Ort ihrer Hochschulausbildung zurück. Im kommenden Jahr wird Harteros erneut an den Rhein kommen. Gleich drei Auftritte als "Leonore" in "Il Trovatore" wird die Sopranistin am 21., 24. und 26. Februar 2011 intonieren, sehr zur Freude von Opernintendant Uwe Eric Laufenberg. Der zeigte sich ähnlich wie Jonas begeistert über die Stimme der heute 37-Jährigen. "Ihre Arien sind so herzzerreißend, ich könnte weinen, wenn ich nur daran denke", zollte der Kölner Opernintendant sein Lob. Auch wenn er selbst an der Wahl der Siegerin für den ersten Opernpreis nicht beteiligt war. Laufenberg selbst hätte sich keine bessere erste Preisträgerin für diese Auszeichnung wünschen können.


























