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22. 05. 2012
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Friedenspreis des Zentralinstituts Islam-Archiv geht an Schramma


18.09.2009 12:33 von:

Schlagwörter: Köln,Oberbürgermeister,Schramma,Friedenspreis,Zentralinstitut,Islamarchiv,Werl,I

Der scheidende Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma wird in den kommenden Wochen seine Abschiedstournee fortsetzen. Seit dem gestrigen Donnerstag steht fest, dass er auf der Zielgerade seiner politischen Tätigkeit an der Spitze der Kölner Verwaltung nochmals für seine Verdienste gewürdigt werden wird. Schramma erhält den diesjährigen Mohammad-Nafi-Tschelebi Friedenspreis des Zentralinstituts Islam-Archiv – Amina Abdullah Stiftung. Das hatte ein Sprecher der Stiftung am gestrigen Donnerstag bestätigt. "Gegen den Widerstand extremer Gruppierungen ist es Fritz Schramma gelungen, den Ruf der Rheinmetropole Köln als weltoffene Stadt zu festigen, in der Menschen unterschiedlicher Ethnien und Kulturen, Religionen und Weltanschauungen friedlich miteinander leben und sich entfalten können", heißt es in der Begründung der Amina Abdullah Stiftung. Außerdem habe er gegen Widerstände auch aus seiner eigenen Partei am Bau der repräsentativen Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld festgehalten und damit ein wichtiges Zeichen für die freie Religionsausübung der Muslime in ganz Deutschland gesetzt.

Für Schramma ist es bereits die zweite Auszeichnung in Sachen Integration und Verständigung zwischen deutscher Mehrheitsgesellschaft und den Angehörigen des Islam. Mit seinem Einsatz für die Belange der Muslime habe sich Schramma selbst zum Vorbild für andere Oberbürgermeister gemacht, hieß es in der Begründung der Stiftung weiter. Für den Kölner CDU-Politiker ist die Auszeichnung eine "große Ehre", wie er selbst in einer ersten Stellungnahme am gestrigen Donnerstag betonte. "Integration und die Verständigung zwischen den Religionen sind mir stets ein besonders wichtiges Anliegen gewesen. Deshalb habe ich auch 2006 den Kölner Rat der Religionen ins Leben gerufen, der aktiv dazu beiträgt, gegenseitige Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung als wesentliche Grundlage für die Gestaltung der Zukunft in Köln zu stärken", bekräftigte Schramma seine Politik der vergangenen Jahre. Nicht zuletzt dafür wurde das Kölner Stadtoberhaupt bereits im vergangenen Jahr mit dem Genc-Preis der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung ausgezeichnet.

Der Mohammad-Nafi-Tschelebi Friedenspreis wird Fritz Schramma am 1. November 2009 in der Moschee zu Werl verliehen. Die Laudatio wird der Sprecher der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO), der Kölner Journalist Manfred Erdenberger, halten. Erstmals wird in Werl auch ein Gruppenpreis verliehen. Ausgezeichnet wird die "Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl". Im Vorjahr hatten der Jesuit Thomas Michel (Rom/Vatikanstadt) und der Nürnberger Professor Johannes Lähnemann den Mohammad-Nafi-Tschelebi Friedenspreis erhalten. Der Preis ist undotiert und wird jährlich vergeben. Als Vorläufer des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland gilt das 1927 gegründete Islam-Institut Berlin. Die Gründung geht zurück auf den Syrer Mohammad-Nafi-Tschelebi, nach dem der Friedenspreis benannt ist.







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