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23. 05. 2012
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Hohe Auszeichnung für Kölner Nachwuchsschauspielerin


27.05.2011 05:01 von:

Schlagwörter: Köln,Schauspiel,Beckmann,Alfred-Kerr-Preis,Mattes,Jelinek,Kirschgarten,sexy,Tato

(ehu) Lena Beckmann, von Intendantin Karin Beier 2007 ans Kölner Schauspiel geholt, erhielt in Berlin den „Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2011“ für die beste junge Schauspielerin des Berliner Theatertreffens. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Auftritte in Tschechows „Kirschgarten“ und der Jelinek-Trilogie „Das Werk / Im Bus / Ein Sturz“. Da sie in eben diesem Stück am vergangenen Sonntag in Köln auf der Bühne stand, konnte sie den Preis nicht selber in Empfang nehmen.

Jurorin und „alleinige Bestimmerin“ war in diesem Jahr Eva Mattes. Die Schauspielerin, aktuell vor allem bekannt als „Tatort“-Kommissarin, sagte in ihrer Rede unter anderem: „In dem Stück von Elfriede Jelinek, in dem es um den Kampf gegen die Natur geht, ist sie selbst eine Naturgewalt, und dabei auch noch sexy, das kommt ja auch nicht so oft vor im Theater, egal ob Mann oder Frau. Sie flüchtet sich niemals in Manierismen, bleibt provozierend natürlich, selbst wenn sie die kompliziertesten Texte kunstfertig, in rasender Geschwindigkeit unglaublich deutlich spricht, schreit, kreischt oder einfach ganz nebenbei leise fallen lässt. She’s a natural woman, sie beherrscht die Bühne.“

Schon im Vorjahr mit zwei Kölner Produktionen beim Berliner Theatertreffen

Lina Beckmann wurde 1981 in Hagen geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum war sie in Bochum und Zürich engagiert. Im Vorjahr war sie schon einmal mit den beiden Kölner Produktionen „Kasimir und Karoline“ und „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ beim Berliner Theatertreffen.

Der Alfred-Kerr-Preis wurde 1991 erstmals verliehen. Dotiert ist er mit 5.000 Euro. Außerdem wird jährlich noch der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik verliehen. Kerr (1867-1948) war Schriftsteller, Journalist und vor allem einer der führenden Theaterkritiker in der Weimarer Republik. 1935 emigrierte er nach London.

 

 







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