23. 05. 2012
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Hohe Auszeichnung für RTL-Journalisten
Die beiden RTl-Journalisten Pia Schrörs und Peter Klöppel werden am 14. Mai dieses Jahres mit dem Marler Fernsehpreis für Menschenrechte ausgezeichnet. Schrörs arbeitet als China-Korrespondentin für die Kölner Sendergruppe, Klöppel ist Chefredakteur und Anchorman der Hauptnachrichtensendung RTL-Aktuell. Auslober des Preises ist die deutsche Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die in diesem Jahr den 50. Geburtstag ihrer Aktivitäten in Deutschland feiern wird. Der Marler Fernsehpreis für Menschenrechte wird in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen. Ein Preisgeld ist mit der Würdigung nicht verbunden. Ausgezeichnet werden Beiträge, "deren Inhalt und filmische Umsetzung in besonderer Weise dem Thema Menschenrechte gerecht werden", hieß es vonseiten der Initiatoren.
Der Ehrenpreis ist Lohn für fünf Reportagen der beiden Journalisten, die als Serie unter dem Titel "Chinas ungehörte Hilfeschreie" ausgestrahlt wurden. Darin hatte Schrörs über die Themen Kinderhandel, Organraub, Amokläufe an Schulen, staatlich verordnetes Trauerverbot zum 20. Gedenktag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens und die Kehrseite des wirtschaftliche Aufschwungs in China am Beispiel der Provinz Shanxi berichtet. "Pia Schrörs gelingt in ihren Beiträgen mit wenigen Bildern, Originaltexten und Zusatzinformationen etwas, was man in manchen Dokumentationen vermisst: Vollständigkeit und Übersicht. Niemand bleibt am Ende mit mehr Fragen vor dem Fernseher sitzen als er vorher hatte", begründete die Jury – bestehend aus AI-Mitgliedern – ihr Urteil. Für die China-Korrespondentin ist die Arbeit im Reich der Mitte nicht immer ungefährlich. "Die Arbeit in China ist und bleibt eine tägliche Herausforderung. Die Arbeitsbedingungen für ausländische Journalisten werden immer schwieriger, die Umsetzung von Beiträgen zum Thema Menschenrechte immer gefährlicher. Die Entscheidung der Jury ist auch eine Anerkennung des Nachrichtenjournalismus, der häufig als Routine unterschätzt wird, obwohl er wegen seiner Kürze häufig mehr Präzision verlangt als andere Formate", erklärte Schrörs weiter.
Auch der zweite Preisträger des Ehrenpreises gab sich dankbar. "Eine Auszeichnung mit dem Marler Fernsehpreis ist schon deshalb eine Ehre, weil er das journalistische Engagement für die Menschenrechte ideell würdigt. Ich freue mich ganz besonders für Pia Schrörs", so Klöppel nach der Entscheidung der Jury. Erster Preisträger des neuen Sonderpreises zum Marler Fernsehpreis für Menschenrechte ist der Journalist Gerd Ruge. Außerdem gaben die Organisatoren die Nominierungen für die Kategorien Magazin Inland, Magazin Ausland, Dokumentation Inland, Dokumentation Ausland sowie Spielfilm bekannt. Die Verleihung des Marler Fernsehpreises findet am Nachmittag des 14. Mai im Rathaus von Marl statt.


























