23. 05. 2012
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IHK ehrt die besten Ausbilder der Region
Am gestrigen Donnerstag hat die Kölner Industrie- und Handelskammer den besten Ausbilder des Jahres 2010 gekürt. Ähnlich der Abfolge bei großen Preisverleihungen wurden zunächst die fünf Nominierten – vier Ausbilder und eine Ausbilderin – in kurzen Filmbeiträgen vorgestellt. Gewonnen hat schließlich Dirk Krämer von der Kölner Nayak Aircraft Sevice GmbH & Co. KG. Julia Richter-Knuth war in diesem Jahr die einzige Frau, die für diesen Titel vorgeschlagen wurde und sich bis zur Schlussrunde durchsetzen konnte. Die gelernte Einzelhandelskauffrau bildete sich auf dem zweiten Weg zur Personalfachkraftfrau weiter und betreibt heute einen eigenen Laden in Bergneustadt mit Namen "Kinderland Bergneustadt". Der Jury gefiel hier das hohe Engagement, das sich in zahlreichen Einzelcoachings und Präsentationstrainings äußerte. Der Erfolg lässt da nicht auf sich warten. Nach Angaben der Kammer hatte ein knappes Drittel der Lehrlinge in den vergangenen zehn Jahren an den Bestenehrungen der Kammer teilgenommen.
Für den Sieg hatte es dennoch nicht gereicht, denn auch die vier männlichen Kontrahenten konnten ähnliche Erfolge verbuchen. Die Bandbreite der Nominierten spiegelt dabei auch ein wenig die Vielfältigkeit der regionalen Wirtschaft wieder. So kümmert sich Ausbilder Krämer seit fünf Jahren um den Nachwuchs im Feld der so genannten Teilzurichter. Diese Ausbildung dauert zwei Jahre und richtet sich vor allem an Jugendliche mit eher schlechten Startchancen und eher niedrigen Bildungsabschlüssen. Der gelernte Werkzeugmacher brachte es in diesem Zeitraum auf 25 Absolventen, die dank seines Engagements mitunter zu den Besten in der gesamten IHK-Region gehörten. Für einige Lehrlinge ging es sogar zum Bundeswettbewerb der Besten, hieß es in der Jurybegründung. Neben seiner Ausbildungstätigkeit im Betrieb kümmerte sich Krämer zusätzlich um die Organisation von Ausbildungsmessen und wirkt vor allem im Bereich Team-Building mit geeigneten Maßnahmen. Die bislang erreichte Abbruchquote von null Prozent bestätigt den Erfolg seines Engagements. Und dafür gab es dann am gestrigen Donnerstag eben auch den Preis des besten Ausbilders.
Seine drei männlichen Kollegen, die ebenfalls nominiert waren, hießen Siegfried Franke, Joachim Thieme und Rainer Züge. Franke versieht seine Ausbildertätigkeit beim Chemieparkbetreiber Ineos für das Berufsbild Chemikant. Thieme bildet für die in Wiehl ansässige BPW Bergische Achsen KG Zerspannungsmechaniker aus. Und Züge betreut im Kölner Versorgungsunternehmen die kaufmännischen Auszubildenden. Neben ihrer hohen Erfolgsquote im Beruf des Ausbilders haben sich die Nominierten auch außerhalb ihres eigentlichen Jobs für die Qualität der Ausbildung und damit für den Erfolg der Lehrlinge eingesetzt. Dieses Engagements bezieht sich sowohl auf die Arbeit in überregionalen Verbands- oder Branchengremien wie auch in den Prüfungsausschüssen der Kammer selbst. "Eine vernünftige Ausbildung löst sowohl die Herausforderungen im eigenen Unternehmen als auch viele gesellschaftliche Probleme", so der abschließende Hinweis der IHK-Vizepräsidentin Dr. Nicole Grünwald.
Im Bereich der IHK-Region sind derzeit rund 8000 Ausbilder beider Geschlechter registriert. Rund 50 Vorschläge gingen bei der Kammer ein, einige davon wurden von den eigenen Auszubildenden eingereicht. Die feierliche Preisverleihung fand gestern im Rahmen des "Tags der Erstausbildung" statt, der sich an die Personal- und Unternehmensverantwortlichen wendet, die erstmals dual ausbilden oder in Zukunft vorhaben.


























