23. 05. 2012
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Kinderrechtepreis 2010: Zwei von drei Auszeichnungen gehen nach Köln
Am heutigen Freitag gab der Westdeutsche Rundfunk WDR in Köln die diesjährigen Gewinner des Kinderrechtepreis bekannt. Zwei der drei ersten Preise gingen dabei nach Köln. Erster Sieger war jedoch ein Projekt aus Wuppertal. Mit einem Preisgeld von 3000 Euro wurde das "Unternehmen Zündfunke" bedacht. Die Initiative verknüpft gleich mehrere Aspekte. Mit dem Fokus auf benachteiligte Jugendliche lernen Lehramtsstudierende, wie sie verhaltensauffällige und schwierige Kinder und Jugendliche betreuen können. Für die Jury war vor allem der präventive Aspekt des Projekts der ausschlaggebende Grund für die Würdigung. Zum einen, weil die Schüler in einer individuellen Betreuung Selbstbewusstsein entwickeln und so wieder eine Perspektive erhalten; auf der anderen Seite erhalten die zukünftigen Pädagogen frühzeitig einen Einblick in ihre spätere berufliche Praxis.
Mit dem zweiten und dritten Preis (1500 und 1000 Euro Preisgeld) bedachte die Jury zwei Projekte aus Köln. Den zweiten Platz erreichte das Schul- und Bildungsprojekte "Amaro Kher", das sich vor allem für die Bildungschancen von Kindern aus Roma und Sinti-Familien einsetzt. Gerade für Kinder und Jugendliche aus diesen Familien gebe es in Deutschland noch immer erhebliche Benachteiligungen. Die Jury betonte die Nachhaltigkeit der Einrichtung, da neben der Bildung auch die ärztliche Versorgung sowie die individuelle Betreuung der Familien mit zumeist ungesichertem Aufenthaltsstatus im Fokus steht. Der dritte Preis geht an das Medienprojekt "Chorweiler Cosmos". Hier machten sich Jugendliche aus dem Viertel auf die Suche nach spannenden Geschichten und interessanten Menschen in ihrem eigenen Stadtteil. Dazu gehören neben vielen anderen auch die Diskriminierung von Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen oder Angst-Räume im "Veedel". Ziel war die Stärkung der Medienkompetenz sowie die Verbesserung der Partizipation von Jugendlichen aus einem Stadtteil, der als förderbedürftig eingestuft wird.
Die Preisverleihung findet am 19. September dieses Jahres auf dem Weltkindertag in Köln statt. Schirmherrin der Veranstaltung und des Wettbewerbs ist in diesem Jahr keine geringere als die Bundesministerin Kristina Schröder. Auslober des Preises, der in einem zweijährigen Turnus verliehen wird, ist der Westdeutsche Rundfunk, in diesem Jahr fand der Wettbewerb zum achten Mal statt. Neben der Schirmherrin saßen unter anderem auch WDR-Rundfunkdirektor Wolfgang Schmitz und weitere Fachleute verschiedener Kinderorganisationen. Auch eine Kinderjury war an der Abstimmung der Preiswürdigkeit beteiligt. Insgesamt reichten 85 Gruppen, Einrichtungen und Initiativen ihre Bewerbung ein, die dazugehörige Broschüre wird im September erscheinen, kündigte der Sender an.


























