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23. 05. 2012
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Köln im Rennen um Europäischen Preis für Barrierefreiheit


02.11.2010 19:14 von:

Schlagwörter: Köln,Nominierung,Europäischer Preis für Barrierefreiheit,2010,Barcelona,Turku,Pr

Am 2. Dezember wird die Europäische Kommission besondere Leistungen bei der Barrierefreiheit europäischer Städte würdigen. Zum ersten Mal wird die Europäische Kommission in diesem Jahr einen Preis für Barrierefreiheit in Städten vergeben, den ACCESS.CITY AWARD 2011. Die Millionenstadt am Rhein darf sich dabei Hoffnungen machen, bei der Preisverleihung Berücksichtigung zu finden, Köln zählt zu den vier Finalisten, die zur Preisvergabe nach Brüssel eingeladen sind. Das hat die Europäische Kommission nun Oberbürgermeister Jürgen Roters in einem Brief mitgeteilt und ihm zum Einzug in die Finalrunde gratuliert. Neben den beiden Partnerstädten Kölns, Barcelona und Turku, ist die spanische Stadt Avila der vierte Finalist.

Die Entscheidung über den Sieger des europaweiten Wettbewerbs fällt am Tag der Preisverleihung. Insgesamt hatten sich 66 Städte aus den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union an der Premierenveranstaltung beteiligt, teilten die Organisatoren weiter mit. Die teilnehmenden Städten mussten darlegen, welche Anstrengungen sie machen, um die Lebenssituation behinderter Menschen in ihrer Stadt zu verbessern. Dabei ging es nicht nur um Gebäude und den öffentlichen Straßenraum, sondern auch um die Zugänglichkeit von Dienstleistungen und Informationen. In Köln hat die Behindertenpolitik erst seit einigen Jahren deutlich an Gewicht gewonnen. Die Aspekte der Barrierefreiheit und gleichberechtigten Teilhabe spielen inzwischen aber in allen Politikfeldern eine wichtige Rolle. In den vergangenen Jahren konnten wichtige Verbesserungen erreicht werden. Vertreterinnen und Vertreter der Kölner Bürger mit Behinderung werden vor vielen Entscheidungen von der Stadtverwaltung einbezogen und sitzen als sachkundige Einwohner in den Ausschüssen des Rates. Und mit dem vom Rat verabschiedeten Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik gibt es zudem einen Rahmen und klare Perspektiven für die weitere Entwicklung der städtischen Behindertenpolitik, wie die Stadtverwaltung weiter mitteilte.

Für die Stadt selbst wird die Arbeit an der Umsetzung von barrierefreien Konzepten nicht enden. Immer noch gibt es zahlreiche Hindernisse, insbesondere beim Baustellenmanagement. Das Einbauen von Rampen oder die Einrichtung barrierefreier Umgehungen von gesperrten Fußgängerbereichen ist gerade für Personen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, ein ständiges und immer noch auftretendes Ärgernis. Insofern ist auch der Preis und die Nominierung dazu "kein Ruhekissen, sondern Ansporn", wie das städtische Presseamt verkündete. Auch in der Stadtverwaltung hat es lange gedauert, bis beispielsweise die Stelle einer Behindertenbeauftragten eingerichtet und entsprechend ausgestattet wurde. Inzwischen gehört es auch in der Kölner Kommunalpolitik zum Standard, dass in jedem Ausschuss auch Vertreter der Behindertenverbände mit beratender Stimme Mitsprache einfordern. So soll verhindert werden, dass Menschen mit körperlichen oder geistigen Handicaps von ihrem Recht auf Teilhabe ausgeschlossen werden. Die Nominierung für den europäischen ist ein erster Erfolg in diesem Vorhaben.







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