23. 05. 2012
Seite drucken
Köln zeichnet junge Designer aus
(js) Bei der Stärkung des Markenzeichens "Medien- und Kulturstadt Köln" spielt der "Kölner Design Preis" für Kölner und internationale Studenten eine wichtige Rolle. Am heutigen Donnerstagabend wurde er im Museum für Angewandte Kunst zum dritten Mal verliehen an fünf junge Designer verliehen. "Diese Nachwuchsförderung ist äußerst erfolgreich und setzt international Maßstäbe", freute sich Kulturdezernent Georg Quander bei der Vorstellung der Preisträger.
Der Preis wird in zwei Kategorien verliehen. Für die erste sind Absolventen der sieben "designrelevanten Kölner Ausbildungsstätten" zugelassen, darunter die Köln International School of Design (KISD), die auch für die gesamte Organisation des Preises verantwortlich ist, die Kunsthochschule für Medien (KHM) und die privaten ecosign/Akademie für Gestaltung und die Kölner Design Akademie GmbH (KDA). Er wird von der R.G.Winkler-Stiftung getragen, der erste Preis ist mit 15.000 US-Dollar, der zweite und dritte mit je 5000 US-Dollar dotiert. Der "Kölner Design Preis International" wird für Studenten der internationalen KISD-Partnerhochschulen ausgeschrieben. Hier erhält der erste Preisträger 8000, der zweite 4000 Euro. Finanziert wird er von der Früh-Brauerei.
Das Spektrum der ausgezeichneten Arbeiten reicht von theoretischen Überlegungen bis zu praktischen Anwendungen. Marc Pfaff, Sieger in der Köln-Kategorie, überzeugte die unabhängige Jury mit einer Untersuchung über die Wahrnehmung des Raumes durch Reisende. Als praktische Folgerung daraus, so der KISD-Absolvent, könnten etwa unterschiedliche Landkarten für Touristen oder Geschäftsreisende entwickelt werden. Es gab zwei Zweitplatzierte: Doreen Toutikian (KISD) erforschte die Design-Ausbildung im Mittleren Osten, Tobias Battenberg (ecosign) entwickelte für ein Unternehmen ein Konzept, um dessen Erfolge beim nachhaltigen Wirtschaften und Produzieren besser der Öffentlichkeit zu vermitteln. Der dritte Platz ging an Till Beutling (KISD). Er untersuchte in Kairo, wie der Stadtraum geschlechtsspezifisch zugewiesen wird.
Ein tragbares, variabel zu gestaltendes Instrument zur Sichtbarmachung unsichtbarer Umweltverschmutzungen wie Kohlenmonoxid, Methangas, Geräusche oder Licht entwickelte der New Yorker Joseph Saavedra. Dafür erhielt er den 1. Preis in der internationalen kategorie. Shintaro Mori aus Tokio erfand ein Faltmuster für Pappbecher, das Energie und Material spart und damit auch die später anfallende Müllmenge verringert.
Die Arbeiten der Preisträger und der für den Preis nominierten jungen Designer sind noch bis zum 14. November im Museum für Angewandte Kunst zu sehen. (An der Rechtschule, 50667 Köln, Tel. 0221 / 22 12 67 35, Di-So 11-17 Uhr)


























