23. 05. 2012
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Kölner AIDS-Forscher erhält renommierte Auszeichnung
Mehrere Medizinforscher aus Köln haben in dieser Woche den mit 15.000 Euro dotierten Preis für die AIDS-Forschung gewinnen können. Sie gehören einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlern an. Einer der Pioniere der AIDS-Forschung ist der Kölner Mediziner Dr. Rolf Kaiser vom Institut für Virologie an der Uniklinik Köln. Bereits seit 1992 beschäftigt sich der Wissenschaftler mit dem todbringenden und weiterhin unheilbaren Virus. Insbesondere die zunehmende Medikamenten-Resistenz des Virus gehört zu seinen Spezialgebieten, wie die Pressestelle der Uniklinik am heutigen Donnerstag bekannt gab.
Der mit 15.000 Euro dotierte Preis für AIDS-Forschung wird alle zwei Jahre vergeben. In diesem Jahr ist es eine Gruppe von AIDS-Forschern, die in einem Verbund agieren. Neben Kaiser gehören weitere Mediziner aus Krankenhäusern, Bioinformatiker und Virologen zum Gewinnerteam. Ihr gemeinsames Ziel ist die Erforschung der HIV-Medikamentenresistenz. Dem Verbund gehörten auch Prof. Thomas Lengauer (Direktor des Max-Planck-Instituts für Informatik, Saarbrücken) und Dr. Mark Ötte (Chefarzt des Krankenhauses der Augustinerinnen, Köln) an. Ein Ergebnis der bisherigen Forschungen ist eine Software entstanden, die inzwischen auch über das Internet frei verfügbar ist und auch von dritten Medizinbetrieben genutzt werden kann. Dank dieser Software können HIV-Genomdaten hinsichtlich einer Resistenz der Viren gegen Wirkstoffe und der zu erwartenden Effektivität von Wirkstoffkombinationen interpretiert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse kommen so direkt der Patientenversorgung zugute und waren eine Grundlage für die Deutsch-Österreichischen Richtlinien zur Behandlung von HIV- und AIDS- Patienten mit Wirkstoffkombinationen.
Seit dem Jahr 2000 wird der Forschungsverbund aus verschiedenen staatlichen Fördertöpfen sowie aus privaten Spenden finanziert. Die Düsseldorfer Stiftung wurde von einem stadtbekannter Bankier ins Leben gerufen.
Über die Software und ihre Spezifikation und Anwendungsmöglichkeiten lesen sie auch im Internet unter: www.geno2pheno.org.


























