23. 05. 2012
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Kölner Kirchenhistoriker mit Köln-Preis 2008 gewürdigt
Der 42-jährige Kölner Wissenschaftler Dr. Sebastian Ristow ist am heutigen Montagabend im altehrwürdigen Hansasaal des Historischen Rathauses mit dem Köln-Preis geehrt worden. Oberbürgermeister Fritz Schramma und der amtierende Rektor der Kölner Universität, Prof. Axel Freimuth, haben den von beiden Institutionen ausgelobten Preis samt Urkunde und Eintragung ins Gästebuch der Stadt gewürdigt. Der Wissenschaftler habe in seiner Habilitationsschrift interdisziplinär und wissenschaftlich vorbildlich die Geschichte der romanischen Kirche St. Pantaleon, einer der zwölf großen romanischen Kirchen in der Domstadt, aufgearbeitet. Ristow, der in Köln, Bonn und Mainz studierte, begann seine wissenschaftliche Laufbahn eigentlich schon vorher. Sein Vater war Oberkustos am Römisch-Germanischen Museum und hier absolvierte der damals 19-Jährige folgerichtig sein erstes Praktikum. Nach dem Ende seiner Studien promovierte Ristow im Jahr 1997.
In den Jahren 2002 bis 2004 fand dann die wissenschaftliche Ausgrabung an der romanischen Kirche statt. Ein Jahr darauf mündeten die wissenschaftlichen Erkenntnisse seiner Arbeiten schließlich in einem auch international beachteten Kolloquium. 2008 gab der als Privatdozent an der Kölner Universität lehrende und forschende Wissenschaftler dann seine Habilitationsschrift ab. Erst- und Zweitprüfer bewerteten die Arbeit mit Bestnoten, wie Unirektor Freimuth in seiner Rede ausführte. Im Anschluss an die Preisverleihung konnte Ristow dem interessierten Publikum dann einen Abriss seiner Forschungsarbeiten zur Geschichte dieser Kirche in der Zeit zwischen den Römern und dem frühen Mittelalter vortragen.
Der Köln-Preis ist ein Beispiel für die praktizierte Zusammenarbeit von Stadt und Hochschule. Beide Seiten lobten die Qualität der Kooperation, die sich zuletzt in einer gemeinsamen Indienreise offenbarte. Schramma, lange Jahre qua seines Amtes Mitglied im Kuratorium der Hochschule, habe sich stets für die enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eingesetzt, lobte Freimuth den scheidenden Oberbürgermeister. Der Köln-Preis 2008 wurde in diesem Jahr mit einem Preisgeld in Höhe von 6500 Euro ausgestattet. Das wurde von den Spendern NetCologne, Ford-Werke und dem Verlagshaus DuMont spendiert. Die Höhe des Preisgeldes variiert je nach Anzahl und Spendierfreudigkeit der Sponsoren, hieß es dazu abschließend.


























