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23. 05. 2012
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Kölner Mediziner holen Auszeichnungen


06.06.2011 14:35 von:

Schlagwörter: Köln,Universitätsklinik,Dr. Robert Schier,Sanjay Aduckathil,Forschungspreis,Prei

Beim vergangenen Deutschen Anästhesie Congress sind gleich zwei Kölner Mediziner öffentlich gewürdigt worden. Wie die Kölner Universitätsklinik am heutigen Montag bekannt gab, erhielt der Assistenzarzt. Dr. Robert Schier den Klinisch-wissenschaftlichen Forschungspreis 2011 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Die renommierte Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro dotiert. Lob kam vom verantwortlichen Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Prof. Dr. Bernd Böttiger. "Ich bin sehr stolz auf die Leistungen meiner Mitarbeiter. Beide Preise – und gerade die herausragende Auszeichnung für Dr. Schier – sind eine große Ehre für unsere gesamte Klinik und würdigen die Arbeit sehr engagierter und innovativer junger Wissenschaftler", freute sich der Klinikdirektor.

In seiner ausgezeichneten Studie experimentierte der junge Nachwuchsmediziner mit einer Kombination aus Klinikaufenthalt und präoperativem Trainingsprogramm durch. "Wir versuchen bei den Patienten die Anzahl der Zellen zu steigern, die die Gefäße des Körpers reparieren", erklärt der Mediziner. Bei großen Operationen kann es durch Entzündungen zu Schäden an den Gefäßwänden kommen. Mögliche Folgen sind postoperative Komplikationen wie zum Beispiel Wundheilungsstörungen oder Herzinfarkt. "Damit die Gefäßwände geschützt werden, trainieren die teilnehmenden Patienten vor der Operation zwei- bis dreimal pro Woche wie ein Sportler vor einen Wettkampf", beschreibt Schier seinen Forschungsansatz. Das überzeugte auch die Fachjury, die den Forschungspreis alljährlich zu vergeben hat. "Die aktuelle Studie befasst sich mit einer beeindruckenden Vision, von der wir hoffen, dass sie wie ein Funke durch die Ärzteschaft gehen wird", so der Jury-Vorsitzende Sten G.E. Lindahl, Leiter Forschung und Lehre an der Karolinska Universitätsklinik in Stockholm und Vorsitzender des Nobelpreiskomitees für Medizin.

Eine weitere Auszeichnung ging an den am Kölner Uniklinikum tätigen Facharzt Sanjay Aduckathil. Er erhielt den zweiten Preis im wissenschaftlichen Vortragswettbewerb. Zusammen mit seinen beiden Medizinerkollegen Hans Gerbershafen von der Universität Utrecht und Winfried Meißner von der Uniklinik in Jena führte der Kölner Mediziner erstmals eine umfangreiche prozeduren-spezifische Untersuchung postoperativer Schmerzen im klinischen Alltag durch. Insgesamt analysierte das internationale Forscherteam dabei die Daten von 529 operativen Eingriffen. Ergebnis: In vielen der untersuchten Fälle kam es zu unerwartet hohen Schmerzintensitäten von Patientinnen und Patienten aus dem so genannten QUIPS-Projekts. Die Medizinforscher führen das zum einen darauf zurück, dass die behandelnden Ärzte die Schmerzen schlicht unterschätzt haben. Zum anderen würden Schmerztherapien nicht in dem Umfang angewendet, wie es aus Sicht der Mediziner eigentlich notwendig wäre. An QUIPS nahmen zwischen 2004 und 2010 bundesweit rund 115.000 Patientinnen und Patienten teil. Sie wurde in insgesamt 105 Klinikbetrieben in diesem Zeitraum operiert und nach ihren postoperativen Befindlichkeiten und Erfahrungen erfasst.







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