23. 05. 2012
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Kölner Medizinforscher erhält Forschungspreis
Prof. Dr. Gereon Fink hat am gestrigen Freitag den Forschungspreis der Donnersmarck-Stiftung und damit ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro erhalten. Der amtierende Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie erhielt die Auszeichnung für seine neurologische Reha-Forschung bei Schlaganfallpatienten. Der Preis würdigt die Forschung rund um die Rehabilitation von körper- und mehrfachbehinderten Menschen und unterstützt die herausragenden Beispiele finanziell. "Der Preis ist eine echte Anerkennung für unseren Schwerpunkt in der Rehabilitationsforschung rund um neurologische Erkrankungen", kommentierte der Preisträger seine Ehrung. Die Medizinforschung konzentriert sich im Bereich der Neurologie in der Tat eher auf die Akutbehandlungen und die Ursachenforschung, weniger jedoch auf die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Nachbehandlung von Betroffenen, so der Kölner Preisträger weiter.
Fink wurde für seine Forschungsarbeiten der zurückliegenden Jahre 2008 und 2009 geehrt. Dabei hatte die Kölner Uniklinik mit dem Forschungszentrum in Jülich zusammengearbeitet. Eines der Highlights dieser interdisziplinären Kooperation ist der neue Therapieansatz der so genannten Transkraniellen Magnetsimulation (TMS). Mit magnetischen Hirnstimulationen gelang es den Forschern, Teile der geschädigten Hirnareale von Schlaganfall-Patienten wieder zu verbessern. So normalisiert diese Methode die natürliche Kommunikation zwischen den beiden menschlichen Gehirnhälften und beseitigt damit sogar motorische Störungen. Auch bei den so genannten höheren Hirnfunktionen gab es spürbare Verbesserungen bei den schlaganfallbedingten Störungen. In seiner Studie untersuchte Fink Patienten, die erstmals einen Schlaganfall erlitten hatten. Die Diagnose erfolgte dabei auf Basis einer funktionellen Kernspintomographie, als "nicht-invasiv". Halbseitige Lähmungen waren demnach Störungen im Austausch beider Gehirnhälften. Die "gesunde" Hirnhälfte übte dabei eine hemmende Wirkung aus.
Bei dem neuen Therapieansatz erhalten die Patienten zwei kreisrunde Magnetspulen am Kopf platziert. Anschließend werden die Probanden für jeweils zehn Minuten mit starken, aber sehr kurzen Magnetimpulsen in bestimmten Hirnarealen "bestrahlt". So erzeugen sie winzige schmerzfreie elektrische Ströme in den neuronalen Schaltkreisen. Die Symptome des Schlaganfalls lassen sich damit zwar nicht komplett heilen, aber die Funktionsfähigkeit der gelähmten Körperhälfte konnte so erheblich verbessert werden. "Unsere Methode ergänzen die klassische Rehabilitation aus Übungstherapien und pharmakologischen Ansätzen", so Fink. Schlaganfall ist hierzulande die häufigste Ursache für eine dauerhafte Behinderung.


























