23. 05. 2012
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Kölner Medizinforscher im Finale
Der Kölner Mediziner Dr. Robert Schier gehört zu den Finalisten in einem renommierten Wissenschaftswettbewerb. Der Assistenzarzt an der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Uniklinik Köln ist mit seiner Forschungsarbeit über die Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf den Reparaturvorgang von Gefäßen für das Finale des "Best Abstract"-Wettbewerbs auf dem diesjährigen US-Anästhesiekongress im kommenden Monat nominiert worden. Insgesamt reichten weltweit 2085 Medizinforscher ihre "abstracts" ein. Zehn der eingereichten Arbeiten dürfen sich nun Hoffnungen auf den Gewinn dieser Auszeichnung machen.
Auf dem kommenden Kongress der American Society of Anesthesiologists (ASA) in Chicago werden die Preise vergeben, auf den Gewinner wartet ein Preisgeld in Höhe von 1000 US-Dollar. "Die Wahl unter die Top Ten ist eine große Ehre für die gesamte Klinik und würdigt die patientenorientierte Arbeit eines sehr engagierten und innovativen, jungen Wissenschaftlers", würdigte Prof. Dr. Bernd Böttiger die Finalteilnahme seines Mitarbeiters. Der Kölner Medizinforscher konnte mit seiner Projektgruppe den Nachweis erbringen, , dass bereits eine einmalige starke körperliche Belastung zu einem deutlichen Anstieg von so genannten "Endothelvorläuferzellen" führt. Diese Zellart ist wichtig für den Reparaturvorgang von Gefäßen. In der klinischen Studie wies der Mediziner die verbesserte Gefäßfunktion, aufgrund einer festgestellten verbesserten Durchblutung (reaktive Hyperämie) nach.
Die neuen Erkenntnisse könnten zukünftig im Vorfeld von Operationen eingesetzt werden, beispielsweise durch gezieltes Kraft- und Bewegungstraining. Damit bildet der Körper schon vor einem Eingriff die gewünschten körpereigenen Zellen, die nach der Operation die Heilung der durch die Operation beschädigten Zellwände beschleunigen könnte. Gerade bei Risikooperationen können möglicherweise auch fatale Folgen wie Herzinfarkt oder Wundheilungsstörungen prophylaktisch vermieden werden, so die Kölner Wissenschaftler abschließend.


























