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23. 05. 2012
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Kölner Neurologe erhält Forschungspreis


21.03.2011 22:25 von:

Schlagwörter: Köln,Universtitätsklinik,Dr. Christian Gefkes,2011,Forschungspreis,DGKN,Schlagan

Der Kölner Neurologe Dr. Christian Gefkes wird den "Niels-A-Lassen-Preis" der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) erhalten. Das bestätigte der Arbeitgeber des Mediziners, die Kölner Universitätsklinik, in einer Presseerklärung. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 3500 Euro. Gefkes wurde für seine Arbeiten zu den Auswirkungen von Schlaganfällen auf die motorischen Netzwerke im menschlichen Gehirn gewürdigt. "Der Preis ist eine tolle Anerkennung unserer Arbeiten zur Funktionserholung nach einem Schlaganfall. Der Schlaganfall ist immer noch die häufigste Ursache bleibender Behinderungen in unserer Gesellschaft", erklärte der 34-jährige Medizinforscher.

Gefkes ist Leiter einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für neurologische Forschung. Thema seines Teams ist die Neuromodulation und Neurohabiliation. Als Hilfsmittel dient ihm und seiner Forscherkolleginnen und –kollegen ein "Magnetresonanz-Tomograf" (MRT), mit dessen funktionellen Aufnahmen die motorischen Ausfälle als Ergebnis eines gestörten Informationsaustausches zwischen den motorischen Zentren im Gehirn erklärt werden können. So ist es möglich, dass auch weit entfernte Hirnareale mit Ausfallerscheinungen assoziiert werden können. Es zeigt darüber hinaus, dass unser Gehirn eine vielseitig vernetzte Schaltzentrale ist. Neben der reinen Zustandsbeschreibung und Bildgebung kamen Gefkes und sein Team auch zu anderen Erkenntnissen. "Darüber hinaus konnten wir zeigen, dass sich solche krankhaft veränderten Netzwerke durch nicht-invasive Methoden der Hirnstimulation korrigieren lassen, was zu einer Verbesserung motorischer Defizite nach einem Schlaganfall führt", erklärt der Preisträger weiter.

Gefkes promovierte im Jahr 2005 am Düsseldorfer Institut für Hirnforschung, nachdem er sein Medizinstudium in Düsseldorf, Sydney und London erfolgreich absolviert hatte. 2007 wechselte er nach einem Intermezzo an der RWTH Aachen nach Köln. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung der Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut. Die Spezialität des Mediziners lautet im Originaltext: "Fragestellungen zur neuronalen Plastizität und Reorganisation nach einem Schlaganfall unter Einsatz von Verfahren der funktionellen Bildgebung, der nichtinvasiven Neuromodulation sowie Modellen zur Konnektivität kortikaler Areale". Für den Forschungspreis der DGKN gilt eine Altersgrenze von 35 Jahren. Benannt ist der Preis nach dem dänischen Mediziner Niels Alexander Lassen. Der gilt als "Pionier" im Bereich der bildgebenden Verfahren.







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