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23. 05. 2012
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Künstlerinnenpreis 2010: Sieger kommen aus Münster und Düsseldorf


05.11.2010 17:39 von:

Schlagwörter: NRW,Künstlerinnenpreis,2010,Architektur,Baukunst,Bolles-Wilson,Düsseldorf,Preisv

Am gestrigen Donnerstagabend hat die nordrhein-westfälische Landesministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens (Grüne) die diesjährigen Gewinnerinnen des 15. Künstlerinnenpreises ausgezeichnet. Die diesjährige Preisverleihung fand im "stadtbauraum" in Gelsenkirchen statt. Die Hauptgewinnerin im Bereich Baukunst, Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung ging an die Architektin Julia B. Bolles-Wilson aus Münster. Dafür erhielt sie neben der Anerkennung der Anwesenden auch ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Die Düsseldorfer Architektinnen Patricia Gola, Defne Saylan und Shidokht Shalapour vom Architekturbüro Dreihausfrauen wurden mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Dafür gab es aus der Hand der Ministerin einen Scheck in Höhe von 5000 Euro.

"Ich freue mich, dass wir mit dem Hauptpreis eine große Architektin ehren können, die mit künstlerisch-sensiblen Werken überzeugt hat und die Position der Frauen in der Baukunst deutlich stärkt. Mit dem Förderpreis wird ein junges und sehr dynamisches international besetztes Frauenteam ausgezeichnet, das Architektur auch als witziges und kreatives Bauen auffasst", so Steffens. Baukunst ist trotz der Preisverleihung weiterhin eine Männerdomäne. Dies wird an der Zahl der Mitglieder in der nordrhein-westfälischen Architektenkammer deutlich. Von den knapp 30.000 Mitglieder sind 21.500 männlichen Geschlechts, der Frauenanteil folglich deutlich unter 30 Prozent. Mittelfristig dürfte sich das aber ändern, wie die Zahlen des Architekturnachwuchses zeigen. Die entsprechenden Studiengänge zeigen, dass inzwischen genau so viele Frauen Architektur studieren wie ihre männlichen Kommilitoninnen. Gleiches gilt für den so genannten "architektonischen Mittelbau". Die Fortsetzung des Künstlerinnenpreis soll diese Entwicklung weiter unterstützen, bekräftigte die Grünen-Politikerin in ihrer Stellungnahme.

Der Künstlerinnenpreis wird seit dem Jahr 1996 im jährlichen Turnus ausgeschrieben. Das Besondere an dieser Auszeichnung ist, dass die Kunstsparte jedes Jahr wechselt. Gefördert wird die Auszeichnung vom zuständigen Frauen- und Kulturministerium des Landes. Weitere Informationen zum Preis finden sie auf der Projektseite im Internet unter: www.frauenkulturbuero-nrw.de.







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