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23. 05. 2012
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Nikolaus-August-Otto-Preis 2011: Hauptpreis für neue Therapie


09.12.2011 19:55 von:

Schlagwörter: Köln,Nikolaus-August-Otto-Preis,2011,.Dezember,Preisträger

Am gestrigen Donnerstagabend haben Oberbürgermeister Jürgen Roters und der Vorsitzender des Vorstands der Deutz AG, Dr. Helmut Leube, die drei besten Innovationen des vergangenen Jahres ausgezeichnet. “Leistung soll sich lohnen, das ist Credo der Marktwirtschaft. Leistung verdient Belohnung”, mit diesen Worten begrüßte der Hausherr die rund 200 anwesenden Gäste der Preisverleihung. Sieger und damit Gewinner von 15.000 Euro ist Prof. Dr. Dr. Peter Tass mit seinem Unternehmen ANM GmbH, Zusammen mit seiner Arbeitsgruppe am Forschungszentrum Jülich hat der Medizinforscher eine so genannte Plattformtechnologie zur Therapie von Volkskrankheiten wie Parkinson, Tinnitus, ADHS oder chronischem Schmerz entwickelt. Das funktioniert über die Methode der so genannten Neurostimulation. Die Erfolgsquote liegt eigenem Bekunden bei rund 75 Prozent, seit März ist die Methode offiziell anerkannt. Der Firmenchef will aber noch mehr. Auch für die Volkskrankheit Parkinson eignet sich die Methode, wie Tass ausführte.

Zweiter Preisträger ist der Kölner Helmut Geihsler. Seine Innovation hört auf den etwas sperrigen Namen “Abwasserfreie und chemikalienreduzierte Gerbung von Leder durch die Verwendung von Kohlendioxid als Prozessadditiv”. Triebfeder für diese Innovation sind die sich verschärfenden Regeln für den Umweltschutz. “Wir wären schon weiter, wenn die Politik etwas schneller wäre”, so der Kölner Unternehmer. Dr. Michael Gude, Vorstandsvorsitzender der Cologne Chip AG, erhielt für seine Innovation einer verbesserten ISDN-Schnittstelle mit dem dazugehörigen interface. Damit bewegt sich das Unternehmen auf dem hart umkämpften Markt der Computer-Hardwareteile. “Unser Treiber ist der Mark”, antwortete Gude auf die Frage nach seiner Innovationstriebfeder.

Innovation: Triebsfeder und Dialogplattformen

„Deutschland lebt von den Ideen seiner Menschen“, so Roters weiter. Tatsächlich ist Deutschland als „head nation“ auf die Entwicklung innovativer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen angewiesen. Auch der Namensgeber des Wettbewerbs, Nikolaus August Otto, steht dabei wie kaum ein Zweiter für die Umsetzung von Innovation. Dabei ist der Begriff inzwischen ohnehin inflationöär besetzt. Dabei ist eine Innovation eigentlich erst dann wirklich Innovationen, wenn sie sich auch am Markt durchsetzen. Davon gab es in der Tat auch bei diesem Preis sehr viele. Von den 25 Nominierten hatten alle bereits die Marktreife erreicht, entsprechende Patente angemeldet. „Die Wahl war wirklich schwer“, meinte auch Moderator Jürgen Zurheide. Sogar der Motorenhersteler Deutz AG hatte sich an dem Wettbewerb beteiligt und kam sogar unter die besten 25. „Innovation ist unser Treibfeder. Wir sind getrieben von den Anforderungen unserer Kunden“, erklärte Deutz-Vorstandschef Leube. Roters kündigte unterdessen an, bis Anfang kommenden Jahres eine Vorlage für eine schon etwas ältere Idee in einer Beschlussvorlage in den Stadtrat einzubringen: das „Haus der Innovation“. Gemeint ist eine Dialogplattform, an der sich Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung über Innovationen austauschen.

Der Nikolai-August-Otto-Preis wurde in diesem Jahr zum siebten Mal verliehen, zum zweiten Mal fand der Innovationswettbewerb unter dem neuen Namen statt. Ursprünglich mit 15.000 Euro dotiert, wird der Wettbewerb mit der Namensänderung und dank eines zusätzlichen Sponsorings auf 30.000 Euro erhöht. Der erste Preis wird mit 15.000, der zweite 10.000 und der dritte Sieger 5000 Euro Preisgeld. In diesem Jahr haben sich insgesamt 101 Unternehmen und Einzelerfinder an dem Wettbewerb beteiligt. Das war ein neuer Teilnehmerrekord. In einer ersten Runde wurde 25 Nominierte ausgesucht. Eine Fachjury wählte dann aus diesen Nominierten die drei Gewinner aus.







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