23. 05. 2012
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Oberbürgermeister überreicht hohe Auszeichnungen
Vor mehr als 100 Gästen hat Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters am heutigen Donnerstag sechs verdiente Kölnerinnen und Kölner mit einer hohen Auszeichnung bedacht. Im Namen des Bundespräsidenten Christian Wulff verlieh das Kölner Stadtoberhaupt fünf Bundesverdienstkreuze sowie eine Verdienstmedaille der Bundesrepublik. "Sie sind ganz besondere Persönlichkeiten und haben sich in großem Maß für dkie Stadt verdient gemacht", lobte Roters gleich zu Beginn der heutigen Festveranstaltung im Hansasaal des Historischen Rathauses. "Sie sind Vorbilder in einer Gesellschaft, die zunehmend von Anonymität bedroht wird", lobte das Kölner Stadtoberhaupt weiter.
Drei Auszeichnungen für Kölner Kommunalpolitiker
Gleich die Hälfte der heute Geehrten sind langjährige Aktive in der Kölner Kommunalpolitik. So auch der ehemalige Bezirksvorsteher im Stadtbezirk Rodenkirchen, Gerhard von Dreusche. Der vierdienste Sozialdemokrat ist bereits seit 1969 politisch aktiv. In unterschiedlichen Bereichen war er nicht weniger als 35 Jahre im SPD-Ortsverein Rodenkirchen Vorstandsmitglied, ehe er im Jahr 2007 aus dem Gremium ausschied. Von 1989 bis 1999 war der langjährige Bezirksvertreter zugleich Bezirksvorsteher (heute: Bezirksbürgermeister). Mit seinen fast 35 Jahren in der Bezirksvertretung Rodenkirchen ist er Rekordhalter. Allerdings gab von Dreusche dieses Amt nach den Kommunalwahlen im Jahr 2009 ebenfalls ab. Zusätzlich zu seinem politischen Engagement war er auch in der Diakonie Michaelshoven aktiv, so unter anderem zwischen 1996 und 2001 als ehrenamtliches Vorstandsmitglied. Noch heute ist er in zahlreichen Gremien und Kuratorien aktiv. Für diese Ehrenämter wendet der Gewürdigte pro Woche eigener Aussage zufolge rund 60 Stunden auf.
Nicht minder lang ist die Biografie von Johannes Waschek, ebenfalls SPD. Der ehemalige Ratsherr kommt auf immerhin 15 Jahre als Bezirksvertreter in Rodenkirchen. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 1994 zog der Kommunalpolitiker als Mitglied der SPD-Fraktion in den Stadtrat ein. Dort blieb er bis zum Ende der vorherigen Legislaturperiode Mitglied. Im Zuge seiner kommunalpolitischen Aktivitäten war Waschek auch im Polizeibeirat, sein besonderes Interesse gilt der Sicherheitslage in den südwestlichen Stadtteilen Höningen und Meschenich. Auch im Anstaltsbeirat der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf war Waschek zehn Jahre aktiv und setzte sich dort vor allem für eine Verbesserung des Vollzugsklimas ein. 1979 trat der Kölner zudem der Bürger- und Vereinsgemeinschaft Meschenich e.V. bei, nach seiner aktiven Zeit als Politiker im Jahr 2009 wurde er stellvertretender Vorsitzende des Stadtteilvereins. Seit 1977 gehört der Kommunalpolitiker zudem zu den Betreiber der Stadtteilzeitschrift "Meschenicher Nachrichten".
Dritter Kommunalpolitiker unter den Gewürdigten ist der Lindenthaler Bezirksvertreter Roland Schüler, der für die Kölner Grünen in der BV Sitz und Stimme hat. Auch er kommt inzwischen auf mehr als 21 Jahre in den Niederungen der Kommunalpolitik. In dieser Zeit machte sich der parteilose Schüler einen Namen als Experte in Fragen der lokalen Verkehrspolitik. Seit 2009 ist er außerdem stellvertretender Bezirksbürgermeister, pikanterweise mit einer CDU-Bezirksbürgermeisterin. Auch sonst engagierte und engagiert sich Schüler in verschiedenen Gremium zum Umwelt- und Naturschutz sowie zur Friedenspolitik. So gehörte er 2004 zu den Gründern des Freundeskreise der Freiluft- und Gartenschule Freiluga. Zwei Jahre zuvor gründete Schüler zusammen mit weiteren Umweltschützern den Freundeskreis zur Vollendung des Äußeren Grüngürtels. Außerdem ist er Mitbegründer des Kreisverbandes Köln und Umgebung des Verkehrsclubs Deutschland e.V. Dabei war er unter anderem an der Erarbeitung einer Umweltliste des VCD beteiligt, die Autos nach ihrer Umweltverträglichkeit einstuft.
Vorbilder aus den Bereichen Soziales und Sport gewürdigt
Die anderen beiden Verdienstorden der Bundesrepublik gehen an Gabriela Zander-Schneider und den ehemaligen Fußball-Vizeweltmeister Wolfgang Weber. Beide blicken ebenfalls auf eine lange Biografie verschiedener Ehrenämter zurück. Während Zander-Schneider dabei ihren Schwerpunkt im sozialen Bereich wählte, war Ex-Fußballprofi Weber eher im Bereich der Sportförderung aktiv. Weber ist außerdem Spielplatzpate eines Spielplatzes im Kölner Stadtbezirk Porz. Außerdem ist er Sportbotschafter der Stadt Köln. Zander-Schneider gründete im Jahr 2003 die Kölner Alzheimer Gesellschaft, nachdem die eigene Mutter an der heimtückischen Hirnkrankheit litt. Fünf Jahre später gründete sie darüber hinaus die Alzheimer Selbsthilfe e.V., hier ist sie Vorsitzende.
Die Verdienstmedaille der Bundesrepublik ging am heutigen Donnerstag an Günter Schäfer. Der Geehrte ist seit inzwischen 40 Jahren in der katholischen Kirchengemeinde St. Anna im Kölner Stadtteil Ehrenfeld aktiv. Bis 2002 engagierte er sich hier im besonderen in der Seniorenarbeit. Die Kirchengemeinde gilt mit rund 5000 Mitgliedern zu den größeren Gemeinden in der Domstadt. Schäfer ist seit 28 Jahren Vorstand im VdK-Ortsverband Köln-Ehrenfeld. Trotz seiner zwischenzeitlichen schweren Erkrankung behielt er diese Aufgabe inne. Bereits im Jahr 1995 erhielt er dafür die silberne Nadel des VdK Deutschland und eine Dankesplakette.


























