23. 05. 2012
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Otto-Hirsch-Medaille für Gunter Demnig
(ehu) Für seine Verdienste um die christlich-jüdische Zusammenarbeit wurde Gunter Demnig am Montag in Stuttgart mit der Otto-Hirsch-Medaille ausgezeichnet. Der Kölner Künstler verlegt seit 1997 Stolpersteine vor den Häusern, in denen Opfern der Nazi-Gewaltherrschaft gewohnt haben. Auf kleinen Messingplättchen sind deren Namen und Lebensdaten verzeichnet. Inzwischen liegen etwa 17.000 Stolpersteine in rund 400 deutschen Orten, dazu noch etwa 10.000 in 100 Orten in zehn europäischen Ländern.
Die nicht dotierte Otto-Hirsch-Medaille wird jährlich von der Landeshauptstadt, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs verliehen. Otto Hirsch war in der Weimarer Republik Ministerialrat im württembergischen Innenministerium, später leitete er die Reichsvertretung der Deutschen Juden – den Verband der jüdischen Deutschen. 1941 wurde er im KZ Mauthausen ermordet.


























