23. 05. 2012
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Peter-Weiss-Preis für Rosemarie Trockel
(js) Die Kölner Künstlerin Rosemarie Trockel erhält den diesjährigen Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum. Ihr Werk sei gekennzeichnet durch eine "verstörende Vielfalt der Erscheinungsformen" und die "übergreifenden thematischen Schwerpunkte", in denen sie "geschlechtsspezifische (Kunst)vorstellungen ebenso befragt wie die verkrusteten Praktiken gesellschaftlicher Konventionen", begründete die Jury ihre Entscheidung. Und weiter: "Rosemarie Trockels künstlerische Haltung artikuliert, in verschiedenen Facetten, immer auch eine Spannung zwischen Individuum und Gesellschaft. Vom Anfang ihrer künstlerischen Tätigkeit an hat Trockel die Bedingungen und Möglichkeiten weiblicher Existenz, in der Privatsphäre ebenso wie im öffentlichen Leben und im Kunstkontext, untersucht." Ihre Oeuvre zeichne sich durch "konzeptuelle Stringenz und formale Präzision" aus.
Die heute 57-jährige Trockel wurde in den 80er Jahren durch "Strickbilder und der Werkgruppe "Herdplattenarbeiten" bekannt. Ihr "Haus für Schweine und Menschen" (zusammen mit Carsten Höller) sorgte 1997 bei der Documenta X für heftige Diskussionen. In Köln stellte sie sich an die Spitze des Widerstands gegen den Abriss der Kunsthalle, sie gehört zu den Gründern der European Kunsthalle. Seit 1998 ist sie Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf.
Der mit 15.000 Euro dotierte Kulturpreis wird seit 1990 im Zwei-Jahres-Rhythmus von der Stadt Bochum verliehen. Zu den bisherigen Trägern gehören u.a. George Tabori, Elfriede Jelinek, Harun Farocki und Jochen Gerz.


























