23. 05. 2012
Seite drucken
"Schimmi" mit Rheinlandtaler geehrt
Zum 45. Mal steht der inzwischen 71-jährige Schauspieler Götz George in seiner Paraderolle als "Horst Schimanski†dieser Tage vor der Kamera. Wie kaum ein anderer hat der WDR-Tatort mit dem ebenso ruppigen, wie sympathischen Charakter des Ruhrpott-Kommissars eine Region geprägt. Dabei waren sowohl die Offiziellen der Stadt Duisburg, Schauplatz des seit 1981 ausgestrahlten Tatorts der WDR-Serie, anfangs keineswegs begeistert gewesen, von dem manchmal rüpelhaften Fernsehkommissar. Zusammen mit seinem kongenialen Partner "Tanner", gespielt von dem bereits verstorbenen Schauspieler Eberhard Feik, räumte "Schimmi" im Milieu der Industriestadt die Straßen von Verbrechern frei. Schon bald war klar, dass die Charaktere gut sind für das Image der Stadt. Einschaltquoten von bis zu über 50 Prozent sorgten schon bald für einen "Schimanski-Kult", wie der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Dr. Jürgen Wilhelm, in seiner Laudatio im LVR-Landeshaus am Deutzer Rheinufer ausführte.
Die Auszeichnung mit dem Kulturpreis des LVR sei "überfällig". "Kein anderer Künstler hat eine solche Identifikationswirkung für das Ruhrgebiet wie Götz George", so Wilhelm weiter. Der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung wählt den Preisträgern einmal pro Jahr aus. Der LVR betreibt unter anderem mehrere Industriemuseen im Ruhrgebiet und hält folglich das Erbe der montanen Vergangenheit des größten zusammenhängenden Industriegebietes in Europa aufrecht. Neben der direkten Kulturförderung kommt dem LVR außerdem auch die Aufgabe zu, Personen zu würdigen, die sich besonderer Art und Weise um die kulturelle Entwicklung im Rheinland verdient gemacht haben. Erstmals wurde die Auszeichnung im Jahr 1976 verliehen, Preisträger des vergangenen Jahres war der ehemalige Außenminister und Bundespräsident Walter Scheel. Der kunstvoll gestaltete Rheinlandtaler wurde vom 1934 in Köln geborenen Künstler Walter Reuter, Meisterschüler von Ludwig Gies, gestaltet. Seine Bronzeplastiken schmücken unter anderem verschiedene öffentliche Plätze im Kölner Stadtraum.
"Die Rede war ein Genuss", kommentierte George die Laudatio des LVR-Repräsentanten. Widmen will er den Preis seinem verstorbenen Schauspielerkollegen Feik, der die Rolle des Kommissars "Tanner" zwischen 1981 und 1991 mit Leben füllte. 1994 starb der Schauspieler Eberhard Feik kurz vor seinem 51. Geburtstag im Schwarzwald. "Lieber Eberhard, wir haben lange gekämpft", so der sichtlich gerührte Preisträger. Im Jahr 2008 wählten die Zuschauer in einer EMNID-Umfrage den Duisburger Charakter zum beliebtesten Fernsehkommissar aller Zeiten.


























