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23. 05. 2012
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Schwedische Gewerkschaftsfunktionärin mit Hans-Böckler-Preis ausgezeichnet


31.03.2011 23:59 von:

Schlagwörter: Köln,Historisches Rathaus,Hans-Böckler-Preis,Oberbürgermeister,Michael Sommer,Wa

Die schwedische Gewerkschaftsvorsitzende Wanja Lundby-Wedin ist am heutigen Donnerstagabend mit dem Hans-Böckler-Preis 2011 ausgezeichnet worden. Empfangen wurde sie von Oberbürgermeister Jürgen Roters und dem DGB-Vorsitzenden Michael Sommer, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Hans-Böckler-Stiftung die Lobrede auf die Preisträgerin hielt. "Wanja Lundby-Wedin ist eine unglaublich charmante, sehr nette, sehr konziliante und unglaublich konsequente Frau. Man kann auch leise durchsetzungsfähig sein, und das ist Wanja ohne Frage. Wenn sie sich zu Wort meldet, dann wird zugehört, dann hat das Wirkung", so der DGB-Chef über seine Kollegin. Die 58-Jährige trat bereits in frühen Jahren in die Gewerkschaft ein. Damit waren die Weichen für eine einzigartige Karriere gelegt, die Lundby-Wedin schließlich bis an die Spitze des europäischen Gewerkschaftsbundes beförderte.

Auch Oberbürgermeister Jürgen Roters lobte das Engagement und die großen Leistungen für mehr Chancengleichheit, Emanzipation und Integration. "Unter Ihrem Vorsitz werden Initiativen ins Leben gerufen, mit denen die Rechte von Arbeitern gestärkt und darüber hinausgehendes soziales Engagement und Eintreten praktiziert werden. Gleichermaßen gilt Ihr Kampf der Immunschwäche AIDS. Ich bin stolz, Ihnen heute den Hans-Böckler-Preis 2011 verleihen zu können und gratuliere Ihnen hierzu von ganzem Herzen", erklärte das Kölner Stadtoberhaupt. Zu ihren wesentlichen Zielen gehören zudem der Kampf gegen Armut, insbesondere von Kindern und für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Beschäftigte beiderlei Geschlechts rund um die Welt.

Abrechnung mit Wirtschaftskrise und Europa

Die Gewürdigte dankte den Anwesenden und holte zum Schlag gegen die derzeitige Politik aus. Insbesondere die neuen Rahmenbedingungen des Europaktes und der Versuch, die Schuldenkrise in Griechenland, Portugal und Irland über die Kürzung von Löhnen und Rentenanwartschaften der breiten Bevölkerungsschichten überwinden zu wollen, ging die Preisträgerin ungewöhnlich hart ins Gericht. "Weltweit mussten Beschäftigte den Preis für diese Krise zahlen und haben Arbeitsstellen, Häuser und Ersparnisse sowie Absicherungen verloren. Die Zahl prekär beschäftigter Lohnabhängiger und Armut haben zugenommen, Kaufkraft ist gesunken und die öffentliche Verschuldung angestiegen. Ohne sie selbst verschuldet zu haben, werden Arbeiter und Arbeiterinnen noch für viele Jahre für diese Krise zur Kasse gebeten", so Lundby-Wedin. Einen möglichen Lösungsweg zeichnete sie auch vor. "Unser Wettbewerbsvorteil muss in Wissen und Kompetenz liegen", erklärte die Gewerkschaftlerin. Auch die Forderung nach mehr "grüner" und "nachhaltiger" Politik dürfte nicht fehlen. So war der 58-Jährigen auch der Applaus der Anwesenden sicher.







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