23. 05. 2012
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Sechs Gewinner beim Konzeptwettbewerb
Gesundheit und die richtige Vorsorge sind entscheidende Bausteine zum erfolgreichen Arbeiten. Das gilt auch und gerade für Schulen. Angesichts der immer häufiger zu beobachtenden Mängel bei der Bewegungsförderung und gesunden Ernährung von Kindern hat sich das Kölner Bündnis für Gesunde Lebenswelten dazu entschlossen, einen Konzeptwettbewerb unter den 21 im Bündnis vertretenen Kölner Hauptschulen auszurufen. Elf Schulen machten mit und präsentierten der Fachjury die Ergebnisse ihrer bisherigen Bemühungen. Neben der gesunden Ernährung und Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen standen auch die Themenbereiche Stressregulation, Lehrergesundheit und Elternarbeit auf der Agenda. Sieger in dem Kölner Wettbewerb ist die Ringelnatzschule. Es folgen auf dem zweiten Platz die Kopernikus-Hauptschule sowie die Montessori-Hauptschule Ferdinandstraße. Für den ersten Platz gab es 2000, für die beiden folgenden Preisträger jeweils 1000 Euro. Außerdem wurden drei weitere Schulen mit jeweils 500 Euro gewürdigt.
"Die Resonanz auf diesen Wettbewerb war bemerkenswert"!, lobte die Kölner Schuldezernentin Dr. Agnes Klein bei der heutigen Preisverleihung. Wichtig ist den Verantwortlichen vor allem, dass die Arbeit an den verschiedenen Themenkomplexen keine Eintagsfliegen bleiben. So haben sich an den verschiedenen Schulen unter anderem Gesundheitsteams in verschiedener Zusammensetzung gebildet. Die treffen sich in der Regel einmal im Monat, bei Bedarf auch häufiger. "Wichtig ist, dass die Teams übergreifend arbeiten", erläuterte die Geschäftsführerin des Vereins Lernende Region Köln e.V., Dr., Eike Quilling. Ein Ergebnis überzeugt dabei schon jetzt. So haben sich zum Ende des letzten Schuljahres insgesamt 54 Schülerinnen und Schüler sowie 13 Lehrkräfte zur Sporthelferausbildung angemeldet und diese auch erfolgreich absolviert. "Das Ergebnis ist sehr bereichernd. In den Schulen ist seither sehr viel passiert", lobte auch Quilling die eingereichten Konzepte.
Intensiv begleitet wird die Arbeit des Bündnisses auch vonseiten der Wissenschaft. "Es gibt keine goldene Strategie", räumte Sportwissenschaftlerin Dr. Christiane Graf von der Deutschen Sporthochschule in Köln ein. Der innovative Ansatz liegt in diesem Fall nicht an irgendwelchen Erfindungen, sondern schlicht an der individuellen Zusammensetzung des Teams. Dabei wurden genau die Schulen ausgezeichnet, die es eben in besonderer Weise geschafft haben, sich über die Bildung übergreifender Teams auch die Unterstützung von Schülern und Eltern zu sichern. Ein weiteres Mittel zur nachhaltigen Entwicklung ist die Bewerbung um das "Gütesiegel Gesunde Schule". Es überrascht nicht, wenn ausgerechnet einer der Preisträger auch die erste Schule in Köln, die sich dem Zertifizierungsprozess unterzogen hat. Wer ohnehin auf Gesundheit setzt und bereits im Kölner Bündnis für gesunde Lebenswelten teilnimmt, dürfte auch bald das Gütesiegel erhalten. Auch wenn die Fördergelder des Bundes für das Bündnis in absehbarer Zeit auslaufen, das Projekt soll auf jeden Fall fortgesetzt werden. "Wir machen weiter, das ist sicher", so Quilling. Der Bedarf ist angesichts der wachsenden Zahl von Ganztagsschulen auch weiter gegeben, schließlich erhöht sich damit auch die Arbeitszeit, die die Lehrkräfte an den Schulen selbst verbringen, ergänzte Schuldezernentin Klein.
Für die Schulen selbst war der heutige Dienstag eine Bestätigung ihrer eigenen Bemühungen. Trotz der eigenen Auszeichnung zeigten sich die verantwortlichen Koordinatoren durchaus selbstkritisch. "Die Elternarbeit kann verbessert werden", räumte Alexander Huch, Koordinator des Gesundheitsteams und Lehrer an der Ringelnatzschule, ein. Ansonsten zeigte sich der Gewinner des ersten Preises auch bei der Verwendung des Preisgeldes vorbildlich. "Darüber entscheidet das Team", so Huch nach der Übergabe des symbolischen Schecks. Bei den anderen beiden Gewinnern waren die Beteiligten bereits einen Schritt weiter. So will die Montessori-Hauptschule Rochusstraße beispielsweise mit ihrem Preisgeld von 500 Euro einen so genannten "Chill-Out-Raum" einrichten. Anderen Gewinnern geht es um den Ausbau der eigenen Angebote. So steht bei der Kopernikus-Hauptschule unter anderem eine Ausschreibung eines neuen Caterers an. Außerdem will man hier in Kürze die Augen und Ohren der Schülerinnen und Schüler kostenlos testen lassen, eine namentlich nicht genannte Krankenkasse hatte sich dazu bereit erklärt, wie der Leiter des dortigen Gesundheitsteams, Florian von Sothen, ausführte. Zum Schluss gab es auch Lob für die Auslober. "Das war eine tolle und professionelle Arbeit", betonte Jutta, Vorsitzende des Gesunddheitsteams an der Montessori-Hauptschule Ferdinandstraße. Auch dafür gab es den Applaus der Anwesenden.


























