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23. 05. 2012
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VdK-Innovationspreis in Düsseldorf verliehen


17.10.2009 11:37 von:

Schlagwörter: Düsseldorf,VdK,Innovationspreis,Integration,Inklusion,Behinderte,Vorbild,Preisve

Hohes Lob hatte der Staatssekretär im Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Dr. Walter Döllinger, im Gepäck, als er am gestrigen Freitag in der Landeshauptstadt die diesjährigen Träger des VdK-Innovationspreises würdigte. "Die Preisträgerinnen und Preisträger sind großartige Vorbilder für uns alle. Denn sie zeigen, dass man trotz Handicap aus sich und seinem Leben etwas machen kann, wenn man sein Schicksal in die Hand nimmt", so Döllinger bei der feierlichen Übergabe der Auszeichnungen. Mit dem Integrationspreis würdige der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen außergewöhnliche Leistungen von Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung und wolle damit Unkenntnis und Vorurteilen in der Bevölkerung wie auch bei Arbeitgebern entgegentreten. Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb hatte der Landesarbeitsminister selbst übernommen. Allerdings war er am Tag der Preisverleihung woanders unterwegs, entschuldigte ihn sein Staatssekretär.

Die Integration von Menschen mit Behinderungen sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch der Begriff Integration ist inzwischen nicht mehr in vollem Umfang zutreffend. Viele Experten reden inzwischen von Inklusion, was die gesellschaftliche Veränderung mit in die Betrachtung einbezieht. Der VdK-Innovationspreis sei demnach "voll auf der Linie der Landesregierung", wie Döllinger bestätigte. Das Regierungsprogramm "Teilhabe für alle" umfasst derzeit rund 50 Projekte und Maßnahmen, mit denen genau das erreicht werden soll. Der Abbau von Barrieren bezieht sich dabei nicht alleine auf Bordsteinabsenkungen oder Türschwellen für Menschen, die auf den Rollstohl angewiesen sind. Für das Programm will die Landesregierung alleine in diesem Jahr 188 Millionen Euro bereit stellen. Für zehn Millionen Euro sollen in so genannten Integrationsunternehmen 1000 Arbeitsplätze mit Landesmitteln gefördert werden. Auch in die Ausbildung von behinderten Jugendlichen will die Landesregierung investieren. Dafür stellen das Land und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit landesweit 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Mit weiteren acht Millionen Euro will das Land NRW zudem die Werkstätten für behinderte Menschen aus- und aufbauen. Landesweit bieten die 104 Werkstätten Arbeit für 61.000 behinderte Menschen.

Der VdK-Innovationspreis ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert. In diesem Jahr wurden neun Personen mit der Auszeichnung gewürdigt. Auch aus Köln kam einer der Preisträger. Neben dem Sozialverband unterstützt der Deutsche Gewerkschafts-Bund DGB, die beiden Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe sowie, der NRW-Handwerkstag, die Landesvereinigung der Arbeitgeber und der Landtag die Aktion. In NRW gibt es derzeit rund 2,3 Millionen Menschen mit Behinderung, das entspricht einem Anteil von rund 13 Prozent der Bevölkerung. 1,6 Millionen Menschen sind im Besitz eines Schwerbehindertenausweises.

Weitere Informationen zum Integrationspreis und den Preisträgern gibt es unter www.vdk.de/nrw.







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