Wetter

Webtipps:
Bei der Anzahl an Gesetzten kann ein Ratgeber für Recht Licht ins Dunkel bringen.

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





23. 05. 2012
Seite drucken

Volles Haus bei der Preisverleihung


11.12.2009 20:09 von:

Schlagwörter: Köln,Rathaus,Heinrich-Böll-Preis,2009,Uwe Timm,Jürgen Roters,Currywurst,Schrifts

 

Uwe Timm ist am heutigen Freitagabend in der Piazetta des Historischen Ratshauses mit dem diesjährigen Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Jürgen Roters und Matthias Grefrath in seiner Laudatio würdigten den 1940 geborenen Literaten als einen der bedeutendsten in der Gegenwart. Schon mit seinem Erstlingswerk "Heißer Sommer", der im Jahr 1974 erschienen ist, sorgte Timm für hohes Lob von allen Seiten. "Sympathisch-ehrlich" nannte Ulrich Greiner von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung F.A.Z. die Darstellung des Sommers 1968, den Timm in seinem Werk verarbeitet hat. Sein Hauptdarsteller Ullrich mutiert in dieser Zeit des Umbruchs von einem verschlafenen Germanistik-Studenten zu einem politischen Aktivisten. Auch in anderen Romanen schuf der Preisträger ausdrucksstarke Figuren, die in unterschiedlichen Milieus und Schauplätzen mit den alltäglichen Sorgen, Problemen und Hoffnungen zu kämpfen haben.

"Das Große im Kleinen und das Kleine im Großen zeigen", so lautete auch ein Motto, das auf die Literatur des Namensgebers zutrifft, wie Oberbürgermeister Roters ausführte. "Ich denke, das ist eine wunderbare Formulierung für das schriftstellerische Band, das Uwe Timm und Heinrich Böll verbindet", so Roters weiter. Den endgültigen Durchbruch schaffte Timm mit seinem Roman "Die Entdeckung der Currywurst", der in immerhin 20 Sprachen übersetzt wurde und ein echter "Blockbuster" für seinen Verlag wurde. Mit seinen Romanen gelinge es dem Preisträger zudem, "auch bei jungen Leuten Debatten auszulösen".

Als "nachhaltig" bezeichnete der Laudator des Abends, Matthias Grefrath, seine vier Begegnungen, die er bislang mit dem Preisträger hatte. Es entspricht, dabei dem zurückhaltenden Wesen des Autors, dass er es auch heute noch schaffe, unauffällig die Szenen und Atmosphären der Milieus beobachten zu können, aus denen er die Ideen für einige seiner Romane herhole. Das obligatorische Sakko beinhalte dabei mit Sicherheit desöfteren ein Bleistiftstummel, scherzte der Laudator in Anspielung au den Namensgeber des Preises selbst, den Kölner Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll.

Der Heinrich-Böll-Preis wird seit 1993 im zweijährlichen Turnus verliehen. Letzter Preisträger war der Schriftsteller Christoph Ransmeyer. 1980 wurde die Auszeichnung als Literaturpreis der Stadt Köln wieder eingeführt, nachdem er zwischen 1954 und 1968 insgesamt fünf Mal, unter anderem auch an Heinrich Böll selbst im Jahr 1959 verliehen wurde. Seit dem Todesjahr von Heinrich Böll wurde der Preis umbenannt.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse