23. 05. 2012
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Wanja Lundby-Wedin ist Trägerin des Hans-Böckler-Preises 2011
Der Hans-Böckler-Preis der Stadt Köln wird in diesem Jahr an die schwedische Gewerkschaftsfunktionärin Wanja Lundby-Wedin verliehen. Das hat das Kuratorium unter Vorsitz des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters entschieden und am heutigen Donnerstag bekannt gegeben. Die Verleihung der renommierten Auszeichnung wird am 31. März im Historischen Rathaus der Stadt Köln stattfinden. Lundby-Wedin ist amiterende Chefin der schwedischen Arbeitergewerkschaft LO. Sie sei eine "würdige Preisträgerin, die sich mutig für Gleichbehandlung einsetzt", erläuterte der Kuratoriumsvorsitzende Roters. Dem Gremium gehören auch der amtierende Präsident der Hans-Böckler-Stiftung, DGB-Chef Michael Sommer, der Chef der regionalen Gewerkschaftsorganisation Andreas Kossiski, Vertreter der Sponsoren und die insgesamt vier Stellvertreterinnen und Stellvertreter des Oberbürgermeisters an. Beraten wird das Gremium von einem Fachbeirat, dem wiederum namhafte Vertreter aus Architektur, Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien angehören.
Mit Hochachtung sprechen die Kuratoriumsmitglieder über die Leistungen der schwedischen Gewerkschaftsfunktionärin. Sie sei nicht nur durch ihre Position alleine eine "bedeutende internationale Persönlichkeit der Gewerkschaftsbewegung", so das Urteil des Kuratoriums. "Wanja Lundby-Wedin engagiert sich sehr für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Ihr mutiges Eintreten für eine Gleichbehandlung aller Menschen ungeachtet ihres Geschlechts oder ihrer ethnischen und sozialen Herkunft haben den Beirat und das Kuratorium überzeugt, in ihr eine würdige Preisträgerin gefunden zu haben", begründete Roters die Wahl des Entscheidungsgremiums. "Sie ist eine Kollegin, die eine große Bereicherung für die europäische Gewerkschaftsbewegung ist. Sie kämpft für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa, aber auch in der Welt. Und sie tut das immer mit viel Herz, Verstand - und Beharrlichkeit. Das macht sie zu einer Person, die eine große integrative Kraft besitzt", ergänzte DGB-Chef Sommer, der als Vorstandsvorsitzender der namensgebenden Stiftung im Kuratorium des Preises Sitz und Stimme innehat.
Die Preisträgerin ist seit 1972 gewerkschaftlich aktiv. Ihr Kampf für mehr Gleichbehandlung ging dabei schon früh über den rein feministischen Aspekt hinaus, so das Urteil der Kuratoriumsmitglieder. Auch international hat die Preisträgerin großes Engagement an den Tag gelegt, zum Beispiel beim Aufbau einer Gewerkschaft im zentralafrikanischen Malawi. Der Hans-Böckler-Preis ist benannt nach dem bekannten Kölner Gewerkschaftler und ehemaligen Ehrenbürger seiner Heimatstadt. Der Preis wurde bislang drei Mal verliehen, die Verleihung erfolg alle zwei Jahre. Bisherige Preisträger waren Walter Riester, Heinz Soénius und VladimÃr Å pidla. Im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung finden im Vorfeld und im Nachgang einige Rahmenveranstaltungen statt. So findet am 27. März eine zweieinhalbstündige Stadtführung oder alternativ eine Vortragsveranstaltung zum Leben und Wirken des Namensgebers des Preises statt. Eine Ausstellung im Atrium des Historischen Rathauses, gestaltet von Schülerinnen und Schülern des Hans-Böckler-Berufskollegs, zeigt sich vom 28. März bis 1. April.
Weitere Informationen zum Preis finden sie auf den städtischen Internetseiten unter. www.stadt-koeln.de.


























