23. 05. 2012
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WDR-Hörfunkautor gewinnt renommierten Journalistenpreis
Die öffentliche Berichterstattung ist nach Prozess und Urteilsverkündung in einem der bislang größten und umfassendsten Wettbetrugsprozesse zwar ein wenig abgeklungen. Aber für mindestens einen direkt Beteiligten wirkt sie nach – und zwar im positiven Sinne. Der WDR-Hörfunk-Journalist Benjamin Best hat für sein Radiofeature mit dem bezeichnenden Titel "Tor, Sieg, Betrug – Wettmanipulation im Sport" einen begehrten internationalen Journalistenpreis erhalten. Er wurde "CNN Journalist of the Yearâ€. Auf eindrucksvolle Weise schildere der Preisträger in seinem Machwerk, welche Gefahr der internationale Wettbetrug für die Akzeptanz des Sports darstelle. "Bis zum Schluss ist man von diesem Beitrag gefesselt. Mir sind Bilder und Metaphern im Kopf geblieben, die ich bis heute im Kopf habe - wirklich ein Spitzenbeitrag!", lobte der stellvertretende Chefredakteur des "Stern", Dominik Wichmann, zugleich Vorsitzender der Fachjury. Best nahm die Auszeichnung am vergangenen Montagabend in der bayerischen Landeshauptstadt München entgegen. Mit dem Preis für deutschsprachige Nachwuchsjournalisten ist auch ein Stipendium für einen dreiwöchigen Arbeitsaufenthalt beim Nachrichtensender CNN in Atlanta/USA verbunden, hieß es dazu weiter.
Das "Beste" von Best, das im Februar vergangenen Jahres erstmals auf dem Wortsender WDR 5 ausgestrahlt. Das Feature war zudem der beste Beitrag in der Radiokategorie, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunksender weiter mitteilte. Der Beitrag war das Ergebnis jahrelanger Recherchen, die den Autor über mehrere Kontinente führten. Absichtlich verlorene Fußballspiele, irreguläre Elfmeter, abgesprochene Tennis-Matches. Best zeigt darin auf, wie Sportfunktionäre jahrelang wegschauten und sich jetzt ihren Versäumnissen stellen müssen. Der weltweite Markt für Sportwetten ist dabei ein ausgesprochen lukratives Geschäft. Experten schätzen, dass jedes Jahr rund 200 Milliarden Euro umgesetzt werden. Best (35) ist gebürtiger Berliner und ging nach einem begonnenen Jura-Studium an die DSHS Deutsche Sporthochschule in Köln, hier studierte er Sportpublizistik. Nach einem Volontariat bei der Mediengruppe Schwabing in München, ist Best seit dem Jahr 2005 freiberuflicher Journalist und Report für den Westdeutschen Rundfunk WDR und die ARD. Im Jahr 2007 begann Best mit seinen Recherchen zum Thema Wettbetrug, teilte der Sender abschließend mit.


























