23. 05. 2012
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Alkoholprävention in den Sommerferien
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) hat auch in diesen Sommerferien keine Pause beim Kampf gegen Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen eingelegt. In den Sommerferien entsenden die Verantwortlichen der Bundesinstitution insgesamt 50 so genannte "peers" in die angesagtesten Ferienregionen in Deutschland. Ausgestattet mit der eigenen Überzeugung versuchen die speziell geschulten jungen Erwachsenen die Kinder und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 20 Jahren auf die Gefahren der Droge Alkohol hinzuweisen. Das scheint trotz vereinzelter Erfolge nach wie vor notwendig. Kein anderes Suchtmittel ist unter Jugendlichen so weit verbreitet wie Alkohol. Drei Viertel der 12-17-Jährigen haben in ihrem Leben schon mal Alkohol getrunken, 41 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren betrinkt sich mindestens einmal im Monat mit fünf oder mehr Gläsern Alkohol. Auch in der Ferien- und Urlaubszeit gehören für viele junge Menschen alkoholische Getränke dazu und werden in zum Teil gefährlichen Mengen getrunken, so die Bundeszentrale.
In den vergangenen Wochen haben die 50 Multiplikatoren bereits rund 200 Einsatztage hinter sich gebracht. Eigenen Angaben zufolge haben die "peers" dabei rund 18.000 Jugendliche aus der Zielgruppe erreicht. Neben den Ferienregionen haben die Helfer der BzGA auch Sportereignisse und Konzerte sowie an den Partymeilen der Citys deutscher Großstädte. Die Peer-Aktionen sind Teil der Alkoholpräventionskampagnen "NA TOLL!" und "Alkohol? Kenn dein Limit." der BZgA. Ziel der Ferienaktion ist es, wie bei den anderen Präventionskampagnen auch, die Minderjährigen zu einem Nachdenken über den eigenen Umgang mit Alkohol anzuregen. Bis zum Ende der Sommerferien in den letzten Bundesländern sollen noch weitere 300 Einsatztage folgen. Dabei wollen die Verantwortlichen weitere 30.000 Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen. Die ersten Untersuchungen zur Nachhaltigkeit der Aktion liegen den Verantwortlichen bereits vor. Demnach war die überwiegende Mehrheit der Befragten (94 Prozent) von den Gesprächen "positiv" angetan. Immerhin zwei Drittel gaben an, bei den Gesprächen etwas Neues über die gesundheitlichen Gefahren von Alkohol gelernt zu haben. "Die Peer-Aktionen sind ein wichtiges und wirksames Präventionsangebot, mit dem wir junge Menschen unmittelbar vor Ort mit unseren Aufklärungsmaßnahmen erreichen. Die direkte Ansprache durch unsere Peers kommt bei den Jugendlichen sehr gut an und die Bereitschaft, sich mit ihnen auszutauschen, ist groß", so sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

























