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23. 05. 2012
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Am Sonntag ist Weltdrogentag


24.06.2011 18:06 von:

Schlagwörter: Köln,BZgA,Bundeszentrale,2011,Juni,Aufklärung,Jugend,Kampagne,Prävention

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat am heutigen Freitag auf den bevorstehenden Weltrogentag aufmerksam gemacht. Droge Nummer 1 ist und bleibt dabei der Alkohol. In Deutschland trinken schätzungsweise 9,5 Millionen Menschen mehr Alkohol, als es nach medizinischer Lehrmeinung sinnvoll und risikofrei ist. Rund 1,3 Millionen von ihnen sind alkoholabhängig. Viele Jugendliche und Erwachsene unterschätzen die gesundheitlichen Risiken und das Abhängigkeitspotenzial von Alkohol, wissen die Experten der BZgA. Legale Suchtmittel wie Alkohol werden häufig nicht als gefährliche Drogen angesehen. Der Alkoholkonsum in Deutschland ist daher in fast allen Altersgruppen – bei Erwachsenen, Jugendlichen und teilweise bereits bei Kindern – verbreitet. Viele von ihnen unterschätzen die gesundheitlichen Risiken von Alkohol, wie die hohen Zahlen der mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingelieferten Menschen zeigen. Vor allem unter den Heranwachsenden zwischen zehn und 20 Jahren stieg die Zahl der Vergiftungen besonders deutlich, von 9500 Fällen im Jahr 2000 auf 26.400 Fälle in 2009. In nahezu jeder Altersgruppe wächst von Jahr zu Jahr der Anteil derer, die aufgrund eines akuten Rausches medizinisch versorgt werden müssen. In der Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen etwa hat sich die Zahl von rund 13.000 im Jahr 2000 auf rund 25.000 im Jahr 2009 fast verdoppelt, berichtete die Bundeszentrale weiter.

"Alkohol ist das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland. Das Abhängigkeitspotenzial und die gesundheitlichen Gefahren von Alkohol werden von Jugendlichen und Erwachsenen stark bagatellisiert. Doch Alkohol ist ein Zellgift, das fast alle Organe im Körper schädigen und zum Beispiel Herzmuskel- und Krebserkrankungen verursachen kann. Täglich sterben allein in Deutschland rund 200 Menschen an den Folgen ihres Alkoholmissbrauchs", erklärte Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Dabei sind die Mengen an Alkohol, die nach Meinung der Gesundheitsexperten als unschädlich, eher gering. Frauen wird empfohlen, pro Tag nicht mehr als zwölf Gramm reinen Alkohol zu sich zu nehmen. Übersetzt ist das ein kleines Glas Bier. Bei Männern gilt als Richtwert zwei kleine Biere (24 Gramm reinen Alkohol).

Kinder und Heranwachsende sollten eigentlich ihre Hände grundsätzlich vom Alkohol lassen. Für sie gilt besonders: Je früher sich der Körper an größere Mengen Alkohol gewöhnen muss, desto größer die Gefahr einer physischen Abhängigkeit und einer gesundheitlichen Schädigung. Daher sieht das Jugendschutzgesetz vor, dass Alkohol für Heranwachsende unter 16 Jahre generell tabu ist. Doch noch immer greifen einer aktuellen BZgA-Studie zufolge 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal wöchentlich zu alkoholischen Getränken. Knapp 17 Prozent von ihnen geben an, mindestens einmal im Monat Rauschtrinken zu praktizieren, das heißt fünf oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit zu konsumieren – der Großteil von ihnen ist unter 16 Jahre alt, berichtete die Bundeszentrale weiter.

Mit gleich mehreren Aktionen und Initiatoren versuchen die Verantwortlichen der Bundeszentrale bereits seit Jahren, diesem Problem Herr zu werden. Mit Aktionen wie "Na Toll" oder "Alkohol – kenn Dein Limit!" versuchen die Initiatoren nichts Geringers als ein Umdenken zu erreichen. Vor allem das so genannte "binge"-Trinken, beim dem innerhalb kurzer Zeit größere Mengen harten Alkohols konsumiert werden, hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für öffentliche Diskussionen geführt. Die Bundeszentrale appelliert mit ihren Initiativen vor allem an die Selbstverantwortung der jungen Menschen. Aber auch Erwachsene mit Alkoholproblemen sind Zielgruppe der Ansprache durch die Bundeszentrale.

Die BZgA-Studie "Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsender in Deutschland 2010" steht finden sie auch als kostenlosen PDF-Download unter: www.bzga.de.







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