23. 05. 2012
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Angehende Psychotherapeuten wollen ordentlichen Lohn
(ehu) Rund 200 „PiAs“ – Psychotherapeuten in Ausbildung – demonstrierten am Donnerstag Mittag vor dem Dom für eine bessere Bezahlung. Auch in Hamburg, München und Wiesbaden gab es Kundgebungen, in Berlin wird seit Wochenanfang gestreikt. Die Proteste richten sich dagegen, dass die angehenden Therapeuten anderthalb Jahre in psychiatrischen Kliniken arbeiten müssen, dafür aber „gar nicht oder extrem schlecht“ bezahlt werden, so Felix Jansen, Sprecher der Kölner Veranstaltung.
Wer sich zum Psychotherapeuten ausbilden lassen will, hat ein abgeschlossenen Psychologie- oder Pädagogikstudium hinter sich. Die Therapie-Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre und kostet monatlich im Schnitt 500 Euro. In der ersten Hälfte sind anderthalb Jahre „praktische Tätigkeit“ vorgeschrieben. Dies ist in der Regel eine halbe Stelle an Kliniken der psychiatrischen Grundversorgung. „Wir leisten eine hochqualifizierte Arbeit“, so Jansen, doch im seit 1999 geltenden Psychotherapiegesetz ist dafür keine Bezahlung vorgesehen. Darum müsse es reformiert werden.

























