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23. 05. 2012
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Auch in Köln steigt die Zahl der EHEC-Erkrankungen weiter an


30.05.2011 16:20 von:

Schlagwörter: Köln,EHEC,Darmbakterium,HUS,Todesfall,Erkrankungen,Fallzahl,2011,Mai

Die Zahl der Erkrankungen mit dem aggressiven Darmbakterium Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) schreitet auch in der größten Stadt in NRW weiter voran. Wie das städtische Presseamt am heutigen Montag berichtete, sind bis zum heutigen Tag 13 Fälle einer EHEC-Erkrankung offiziell bestätigt. Eine Patientin leidet dabei an der besonders schwerwiegenden Form HUS (Hämolytisch-Urämisches-Syndrom). Die jüngste EHEC-Patientin ist sieben, die älteste 83 Jahre alt. Auch ein fast einjähriges Kleinkind ist nach Auskunft der Stadt betroffen. Sieben Personen befinden sich dabei in stationäre Behandlung in einer Klinik, die anderen sechs werden ambulant behandelt.

Neben den bestätigten Erkrankungen wurden dem städtischen Gesundheitsamt neun weitere Verdachtsfälle gemeldet. Derzeit wird im Labor getestet, ob das Krankheitsbild der betroffenen Personen tatsächlich auf den aggressiven Keim zurückzuführen ist. In der Mehrzahl der Fälle sind Frauen betroffen, in Nordrhein-Westfalen bestätigte das zuständige Landesgesundheitsministerium am heutigen Nachmittag zwei Todesfälle. Eine 91-jährige Seniorin aus dem Kreis Paderborn und eine 47-jährige Frau aus dem Kreis Gütersloh. Beide litten an der besonders schweren Form des Hämolytisch-Urämisches-Syndroms (HUS). Während die Seniorin bereits zahlreiche Vorerkrankungen aufwies, war die 47-Jährige nach Auskunft des Ministeriums am Freitag als HUS-Patientin gemeldet worden. Bei einer Befragung am Freitag bestätigte sie, dass sie Mitte des Monats in Norddeutschland war. Dort sieht es derzeit besonders kritisch aus. Das Universitätsklinikum in Eppendorf berichtete über rund 80 Fälle, bundesweit starben nach offiziellen Angaben bereits 13 Menschen an den Folgen der Erkrankung. Rund 1200 sind bundesweit als EHEC-Infizierte gemeldet. Inzwischen wurde bekannt, dass das Darmbakterium offenbar auch zu neurologischen Folgeschäden führen kann.

Unverändert warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor dem Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalaten. Zwar hatte das Hamburger Hygiene-Institut am Donnerstag vergangener Woche den Erreger auf einer Charge spanischer Gurken ausgemacht. Weil aber der Ursprung trotz dieser Entdeckung noch immer nicht zweifelsfrei geklärt ist, raten die Gesundheitsexperten weiterhin von einem Verzehr solcher Frischgemüsesorten ab. Allerdings gilt die Warnung vor allem für den norddeutschen Raum. Auch rohes Fleisch als mögliche Quelle von EHEC schließen die Behörden nicht aus, hieß es dazu weiter. Trotz der Vorsichtsmaßnahme gehen die Verantwortlichen davon aus, dass der Höhepunkt der Welle noch nicht überschritten ist.

Die Stadt Köln hat weitere Informationen dazu auf ihrer Internetseite bereitgestellt. Sie finden diese unter: www.stadt-koeln.de. Bei weiteren Fragen ist das Kölner Gesundheitsamt in der Zeit von montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0221 / 221-24728 erreichbar.







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