23. 05. 2012
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Bundeszentrale bietet neuen Online-Service bei Essstörungen
Rund ein Fünftel aller Jugendlichen im Alter zwischen elf und 17 Jahren leidet in Deutschland unter Essstörungen oder zeigen Symptome von Essstörungen. Das zeigen nach Meinung der in Köln ansässigen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung diverse Studien. Auch wenn keine konkreten Zahlen vorliegen, ist es ein weit verbreitetes Phänomen in der Gesellschaft. Nun hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine neue Datenbank eingeführt und vorgestellt. Sie richtet sich dabei an die jugendliche Zielgruppe, aber auch an die Angehörigen der Betroffenen Darin eröffentlicht Online-Datenbank mit qualitätsgesicherten Angeboten. Dabei geht es weniger um die Möglichkeit, das Interessierte online essen bestellen sondern vielmehr um qualitativ hochwertige Hilfsangebote.
Ziel der neuen Plattform ist es, über Beratungsangebote in der Nähe aufzuklären, um bei Hinweisen auf eine Essstörung angemessen reagieren zu können. Welche Angebote es zur Prävention, Beratung und Behandlung von Essstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gibt, war bislang jedoch wenig transparent. Um eine wohnortnahe und flächendeckende Versorgung von Betroffenen, aber auch von Angehörigen zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nun gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf eine qualitätsorientierte Bestandsaufnahme aller Angebote im Bereich Essstörung durchgeführt. Auf dieser Grundlage hat die BZgA eine Online-Datenbank eingerichtet, die 739 Einrichtungen mit Angeboten zur Prävention, Beratung und Behandlung von Essstörungen im gesamten Bundesgebiet enthält.
Betroffene und Angehörige können darüber eine Einrichtung in ihrer Nähe und ihrem Bedarf entsprechend suchen. Alle in der Datenbank aufgeführten Angebote wurden im Rahmen der Bestandsaufnahme anhand von festgelegten Qualitätskriterien analysiert. Diese umfassten etwa die Erreichbarkeit der Einrichtung, die Sprechzeiten, das Vorhandensein von Kooperationen mit anderen Einrichtungen und die Anwendung interdisziplinärer Arbeitsformen. "Essstörungen belasten Familien oft sehr. Meist können sie das Problem nicht allein bewältigen und benötigen professionelle Unterstützung. Mit Hilfe unserer Datenbank können nun Betroffene und ihre Angehörigen ein qualifiziertes Beratungs- oder Behandlungsangebot in der Nähe ihres Wohnortes finden", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Entsprechend der Altersgruppe sollen die Angebote vor allem die Verantwortlichen an Schulen, Vereinen und Jugendeinrichtungen ansprechen. Auch die dort tätigen Multiplikatoren können und sollen sich mit den Informationen dazu auseinandersetzen und gegebenenfalls reagieren. Auch in Köln listet die Datenbank verschiedene Angebote auf, wo sich Betroffene mit ihren Problemen hinwenden können. So macht auch der nächste Lieferservice in Köln wieder Freude.
Weitere Informationen zum neuen Angebot finden sie im Internet unter: www.hilfe-essstoerungen.de

























