23. 05. 2012
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Die ersten 20 Kinderkliniken erhalten Gütesiegel
Am vergangenen Donnerstag hat die Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht die ersten 20 Gütesiegel an Kinderkrankenhäuser verliehen. „Ausgezeichnet für kinder 2012“, so lautet der Name der Aktion, die besonders gute Kinderbetreuung in den Kliniken des Landes hervorheben will. Das Siegel soll auch den Eltern der betroffenen Kinder bei der Orientierung und der Wahl des richtigen Krankenhauses für ihren Nachwuchs helfen. Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD), die Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus (BaKuK) und die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) haben zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) 2009 das Gütesiegel 'Ausgezeichnet. FÜR KINDER' entwickelt und vergeben es auch in diesem Jahr wieder an weitere Krankenhausbetriebe.
Grundlage für die Einführung des Kriterienkatalogs ist ein Strukturpapier aus dem Jahr 2007, das damals mit den pädiatrischen Fachgesellschaften gemeinsam entwickelt wurde. 2009 wurden dann die ersten Kliniken in Deutschland mit diesem Siegel ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hat die erste Neubewertung der Kinderkliniken stattgefunden, denn das Gütesiegel hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Die regelmäßige Neubewertung der Strukturkriterien soll eine stetige Verbesserung der stationären Versorgung in diesen Kinderkliniken unterstützen. Insgesamt sind 143 Kliniken erfolgreich geprüft worden, die ersten 20 haben nun ihr Siegel bereits erhalten. Ziel ist es, eine möglichst gute, aber auch wohnortnahe medizinische Versorgung von Kindern sicherzustellen.
"Das Interesse der Kinderkliniken, ihr Engagement zur Qualitätssicherung der stationären Versorgung von kranken Kindern und Jugendlichen unter Beweis zu stellen, indem sie sich freiwillig selbst verpflichten, den garantierten Qualitätsstandard zu erreichen und zu erhalten, ist ausgesprochen hoch", so die gemeinsame Erklärung Jochen Scheel, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V., Prof. Dr. Werner Andler, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus, Prof. Dr. Dominik Schneider von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. und Prof. Dr. Frank Höpner von der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie. Die Experten sind Mitglieder der gemeinsamen, sechsköpfigen Bewertungskommission, die inzwischen mehr als 160 der bundesweit 360 Kinderkliniken unter die Lupe genommen haben.
Bei der erneuten Bewertung haben die Verantwortlichen die Kriterien weiter präzisiert. Die Kliniken müssen dabei alle Standards für eine multiprofessionelle und interdisziplinäre Versorgung erfüllen. Neben der medizinischen und fachärztlichen Versorgung spielen auch spezialisierte Pflegeteams eine wichtige Rolle bei der Qualitätsbeurteilung. Hier sind neben medizinisch-therapeutischen auch pädagogische Aspekte zu beachten. Die ausgezeichneten Kliniken müssen zeigen, dass sie nicht nur eine gute Basisversorgung anbieten, sondern auch Netzwerke aufgebaut haben, die eine gute Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen und schwerwiegenden Krankheitsbildern ermöglichen, hieß es dazu weiter.
Bei der Datenerhebung haben die Prüfer die freiwilligen Selbstauskünfte der Krankenhäuser mit frei verfügbaren Daten aus dem Internet und anderen Quellen abgeglichen. Dazu wurden ergänzende Unterlagen analysiert und in die Beurteilung eingearbeitet. Die Krtierien der EACH-Charta, wie zum Beispiel räumliche Gestaltung oder Sicherheitskriterien, mussten ebenfalls erfüllt werden. Unterm Strich haben 143 der 163 untersuchten Kliniken die Kriterien erfüllt. Weitere Informationen dazu finden sie auch im internet unter: www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de.

























