23. 05. 2012
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EHEC: Viele Erkrankte sind längst wieder zu Hause
In den vergangenen Tagen erreichten die Redaktion immer wieder Bekanntmachungen über die Entwicklung bei der Zahl von EHEC-Erkrankten und solchen, die an der gefährlichen Variante HUS laborieren. Zuletzt hatte die Landesregierung dazu einen Zusatz eingebracht, indem darauf verwiesen wurde, dass viele der Erkrankten längst wieder gesund und damit nicht mehr in medizinischer Behandlung sind. Dazu hatte man eine Krankenhausbefragung angekündigt. Bevor nun die endgültigen Ergebnisse aller 413 Krankenhäuser in NRW auf dem Tisch liegen, hat das Ressort von Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens am heutigen Dienstag ein erstes Zwischenergebnis vorgestellt. Demnach sind mindestens 121 EHEC-Fälle längst wieder als gesund aus den Krankenhäusern entlassen worden.
Möglicherweise wird sich diese Zahl noch wesentlich schneller erhöhen als gedacht, liegen doch derzeit erst die ausgefüllten Fragebögen von 143 Krankenhäuser im Land NRW vor. Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) hatte im Auftrag der Landesregierung die Befragung durchgeführt, um sich ein Bild über die tatsächliche Lage rund um EHEC zu verschaffen. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Situation wesentlich entspannter ist, als sich das an den absoluten Zahlen ermessen lässt. Insgesamt hat sich auch zu Wochenbeginn die Zahl der registrierten EHEC-Fälle erneut moderat erhöht. Derzeit sind in den Gesundheitsbehörden des Landes 395 EHEC-Erkrankungen (davon 94 HUS-Patienten) als bestätigt anerkannt. Zwar gebe es eine Pflicht, jeden "EHEC-Patienten" zu melden, eine "Abmeldepflicht" aber gebe es nicht, begründete die Ministerin dieses Nachsteuern. Hinzu kommt, dass nicht wenige EHEC-Erkrankte gar nicht erst in ein Krankenhaus aufgenommen wurden, da sich ihre Durchfallerkrankung ambulant behandeln ließ.
Die Umfrage und das Nachfassen laufen derzeit noch auf vollen Touren. Die landeseigene KGNW geht davon aus, dass im Laufe der Woche weitere Krankenhäuser ihre Zahlen und Statistiken nachliefern werden. In den Krankenhäusern, die bereits ihre Abmeldungen an die KGNW weitergeleitet haben, waren seit dem 1. Mai 173 EHEC-Erkrankte aufgenommen worden. Das sind nach den heutigen Zahlen weniger als die Hälfte.

























