Wetter

Webtipps:
Wo kann man sich am besten nach Immobilien in Liechtenstein informieren?


Immobilien Köln - hier online suchen und finden

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





23. 05. 2012
Seite drucken

Fest der Frühgeborenen in der Uniklinik


25.11.2009 17:34 von:

Schlagwörter: Köln,Uniklinik,2009,Frühgeborenenfest,Spaß,Frühgeborene,Neonatologie,Rania

Unter den rund 600.000 Lebendgeburten in der Bundesrepublik kommen jedes Jahr rund zehn Prozent der Kinder viel zu früh auf die Welt. Als Frühgeborene gelten Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt erblickten. Aber auch Säuglinge, die bereits deutlich früher zur Welt kommen, können dank des medizinischen Fortschritts gerettet werden. "Bei Frühgeborenen mit einem Gewicht von bis zu 1500 Gramm beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit heute über 95 Prozent. In der Regel werden diese Frühgeborenen vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt gebracht", erklärte der Leitende Oberarzt der Klinik für Kinderheilkunde (Bereich Neonatologie) an der Kölner Uniklinik, Prof. Dr. Bernhard Roth. Die Frühgeborenen werden in der Regel bis zum errechneten Zeitpunkt ihrer Niederkunft in der Kinderklinik intensiv betreut. Aber mit der Entlassung endet die Zeit der medizinischen Nachsorge keineswegs. Bis zum dritten Lebensalter stehen regelmäßige Untersuchungen an, um mögliche Spätfolgen der Frühgeburt zu erkennen und medizinisch behandeln zu können. Die möglichen Risiken reichen von schweren Augenerkrankungen über Herz- und Lungenschäden bis hin zu psychosozialen Fehlentwicklungen. Pro Jahr betreuen alleine Roth und seine Fachärzte an der Uniklinik zwischen 100 und 120 dieser "Frühchen".

Aus Anlass des Internationalen Tages des Frühgeborenen haben die Verantwortlichen ehemalige Patientinnen und Patienten und ihre Eltern und Angehörigen in das Rania Rehabilitation Center eingeladen. Dort fand am heutigen Mittwoch ein so genanntes "Info-Fest" statt. Neben den verschiedenen Info-Stationen zu den möglichen Folgen einer Frühgeburt auf die Entwicklung der Frühgeborenen gab es auch ein Kinderprogramm. Über den gesamten Nachmittag konnte der Nachwuchs sich Feuerwehrwagen und einen so genannten "Inkubator" in einem Einsatzfahrzeug anschauen. Daneben gab es ein Figurentheater eine Clownshow sowie einen Kurzauftritt von Harry und Peter von der Kölschen Rockband Brings. Die mussten allerdings nach einigen Minuten aus gesundheitlichen Gründen das Fest verlassen. Auch die Tochter von Gisela Tebrake, inzwischen elf Jahre alt, kam viel zu früh zur Welt. "Als sie geboren wurde, wog sie nur wenig mehr als 500 Gramm. Heute ist sie bei bester Gesundheit", wie die stolze Mutter berichtete. Auch andere Eltern berichteten über ähnliche Erfahrungen. Insbesondere die Nachsorge habe sehr geholfen. Den behandelnden Ärzten geht es in diesen Untersuchungen auch darum, die Eltern auf die Zeit nach der Frühgeburt vorzubereiten. "Wir wollen, dass die Eltern ihre Frühgeborenen völlig normal aufziehen", beschrieb Mediziner Roth das Ansinnen.

Das so genannte "Frühchen-Fest" fand in diesem Jahr erstmals auch an der Kölner Uniklinik statt. Rund 200 Gäste bevölkerten das Rehabilitationszentrum gegenüber dem Seiteneingang zum Campus der Kölner Uniklinik. Begleitet wird die Arbeit an den verschiedenen Kinderkliniken vom Bundesverband "Das Früheborene Kind e.V.", einer Dachorganisation von Elterninitiativen und Fördervereinen, die im Jahr 1992 gegründet wurde. Die Organisation arbeitet dabei mit den verschiedenen medizinischen und politischen Gremien zusammen und fungiert dabei als "Helfende Hand" in Sachen Leitsätzen und Qualitätsmanagement in der Nachsorge, aber auch als Impulsgeber für begleitende Maßnahmen in der Arbeit mit betroffenen Eltern. Inzwischen nehmen Vertreter des Vereins an den Sitzungen des Gemeinsamen Bundesausschusses und anderer wichtiger Gremien teil.

Weitere Informationen zum gemeinnützigen Verein finden Sie auch im Internet unter: www.fruehgeborene.de.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse