23. 05. 2012
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Köln: 18-Jähriger an Meningokokken erkrankt
Der 18-jährige Schüler aus dem Kölner Stadtteil Mülheim hatte am vergangenen Wochenende über ansteigendes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen geklagt. Als sich sein Zustand nicht gebessert hat, fuhren seine Eltern mit ihm am Sonntagabend in ein Krankenhaus. Dort stellten die Ärzte eine Meningokokken-Blutvergiftung fest und verlegten den jungen Mann in die neurologische Intensivstation. Durch die sofort angeordnete Antibiotika-Verabreichung hat sich der Zustand des 18-Jährigen stabilisiert. Auch die Angehörigen erhielten Medikamente. Die Antiobiotika-Prophylaxe wurde außerdem weiter ausgedehnt, weil der Erkrankte noch zur Schule geht. Es ist der zweite Fall einer Meningokokken-Infektion in Köln in diesem Jahr.
In Deutschland werden jährlich etwa 600 bis 700 bakterielle Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen registriert - eine pro 100.000 Einwohner -, meist in der kalten Jahreszeit, also zwischen November und März. Grundsätzlich kann man in jedem Alter eine Meningokokken-Infektion bekommen. Meist sind jedoch Kinder unter fünf Jahren betroffen. Auch Jugendliche erkranken überdurchschnittlich häufig. Das Gesundheitsamt der Stadt Köln empfiehlt nur Personen, die wirklich engen Kontakt mit einem oder einer Erkrankten hatten, mit ihrem Arzt zu klären, ob die vorsorgliche Einnahme von Antibiotika erforderlich ist. Zu diesem Kreis gehören vor allem die Familienmitglieder. Eine Antibiotika-Prophylaxe kann auch mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sein und sollte nicht wahllos angewendet werden. Mit dieser Empfehlung folgt das Gesundheitsamt den Hinweisen, die das Robert-Koch-Institut, die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie internationale Expertengremien gegeben haben.
Mehr zum Thema Meningokokken-Infektion ist im Internetauftritt der Stadt Köln zu finden. Auch die Arbeitsgemeinschaft Meningokokken bietet ausführliche Informationen unter www.agmk.de
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