23. 05. 2012
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Köln: EHEC-Zahlen entwickeln sich moderat, aber stetig aufwärts
Während am heutigen Mittwoch im Berliner Bundestag eine öffentliche Fragestunde zum politischen Generalangriff der rot-grünen Opposition genutzt wird, steigt in den meisten Kommunen der Republik die Zahl der EHEC-Erkrankten weiter an. Nach spanischen Gurken und asiatischen Munogkeimlingen sind die Ermittler der beteiligten Behörden weiterhin auf der Suche nach den Ursprüngen der Erkrankungswelle. Bundesweit sind nach Auskunft des Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr 25 Personen an den Folgen der bakteriellen Darminfektion gestorben. Mehrere Hundert liegen derzeit in Krankenhäusern und müssen weiterhin medizinisch versorgt. In einer Regierungs-Fragestunde im Deutschen Bundestag ließ Bahr verhaltenen Optimismus durchblicken. Kritik kam indes von der Opposition. Immer wieder steht das Krisenmanagement der beteiligten Ministerien für Gesundheit (Daniel Bahr) und Verbraucherschutz (Ilse Aigner) im Kreuzfeuer der Kritik. So unterliegt das Robert-Koch-Institut der Weisung des Gesundheits-, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hingegen dem Verbraucherschutzministerium. Nicht immer funktionierte die Abstimmung der verschiedenen Stellen untereinander. Grünen-Spitzenpolitikerin Renate Künast sprach von einer "Management-Struktur", die täglich aktualisiert werden müsse.
Langsamer, aber stetiger Anstieg in der Domstadt
In Köln liegt die Zahl der Fälle weiterhin auf einem recht moderaten Niveau. Allerdings stiegen die Zahlen der EHEC-Infizierten und –Erkrankten auch in der größten Kommune des Landes NRW weiter an. Derzeit sind 22 Fälle einer EHEC-Erkrankung bestätigt. Vier Menschen leiden dabei an der HUS-Variante, die wegen eines möglichen Nierenversagens so gefährlich ist. 13 Menschen werden derzeit in Köln behandelt, weitere neun befinden sich in ambulanter Behandlung. Weiterhin ist auch in Köln der Anteil weiblicher Betroffener überdurchschnittlich. 14 erkrankten Frauen stehen lediglich acht Männer gegenüber. Weitere sechs gelten als Verdachtsfälle und müssen noch überprüft werden. Auch hier gab es einen moderaten Anstieg um eine Person. Die Stadt hat im Internet einige Informationen zum Erreger, zur Erkrankung und den Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten eingestellt. Sie finden die Themenseite unter: www.stadt-koeln.de.

























