23. 05. 2012
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Köln: Kleinkind nach Meningokokken-Infektion gestorben
In der vergangenen Woche verstarb in einem Kölner Kinderkrankenhaus ein Kleinkind. Das Mädchen hatte – wie sich im Nachhinein herausstellte – eine Meningokokken-Infektion. Als die Eltern in der vergangenen Woche stark steigendes Fieber beobachteten, brachten sie ihr Kind zunächst in das besagte Kinderkrankenhaus. Dort angekommen entließ sie aber der Arzt wieder, allerdings unter der Maßgabe, das Kind ständig zu beobachten. Besonders sollten die Eltern darauf achten, ob sich auf der Haut des Kleinkindes so genannte "Petechien", kleine Hautblutungen, zeigten. Als dies tatsächlich einige Stunden später auftrat, fuhren die Eltern erneut in ein Krankenhaus, diesmal jedoch ein anderes. Dort teilte man dem Vater mit, er solle sein Kind in das Kinderkrankenhaus bringen. Dieser Bitte kam der Mann aber erst nach fast zwei Stunden nach, wie die Stadtverwaltung schilderte. Im Kinderkrankenhaus angekommen, verschlechterte sich der Zustand des kleinen Mädchens dramatisch. Trotz sofortiger intensivmedizinischer Behandlung verstarb das Kind. Zwischen Einlieferung und dem Tod lag gerade einmal eine Stunde, wie die Stadtverwaltung weiter berichtete.
Eine Laboruntersuchung bestätigte die Befürchtungen, dass das Mädchen an einer Meningokokken-Infektion verstarb. Es ist der siebte Fall einer Meningokokken-Infektion in Köln, der zweite Fall mit tödlichem Ausgang in diesem Jahr. In Deutschland werden jährlich etwa 450 bakterielle Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen registriert, meist in der kalten Jahreszeit, also zwischen November und März. Grundsätzlich kann man in jedem Alter eine Meningokokken-Infektion bekommen. Meist sind jedoch Kinder unter fünf Jahren betroffen. Auch Jugendliche erkranken überdurchschnittlich häufig. Das Gesundheitsamt der Stadt Köln empfiehlt nur Personen, die wirklich engen Kontakt mit einem oder einer Erkrankten hatten, mit ihrem Arzt zu klären, ob die vorsorgliche Einnahme von Antibiotika erforderlich ist. Zu diesem Kreis gehören vor allem die Familienmitglieder. Eine Antibiotika-Prophylaxe, die auch mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sein kann, sollte nicht wahllos zur Anwendung kommen. Mit dieser Empfehlung folgt das Gesundheitsamt den Hinweisen, die das Robert-Koch-Institut, die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie internationale Expertengremien gegeben haben.
Das Gesundheitsamt der Stadt Köln beantwortet Fragen telefonisch unter: 0221/221-24648 - montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 12 Uhr. Weitere Informationen zu Meningokokken-Infektionen und dem richtigen Umgang bei Erkrankung finden Sie auch im Internet auf: www.stadt-koeln.de.

























